Video soll Treffer des US-amerikanischen F-35 zeigen
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Iran behauptet:Video soll Treffer des US-amerikanischen F-35 zeigen

Tote Soldaten, zerstörte Jets, Milliardenkosten
Die brutale Rechnung von Trumps Iran-Krieg

Trumps Iran-Krieg sorgt nicht nur für schlechte Stimmung unter seinen Wählern, er entwickelt sich für die USA auch zum teuren Desaster. Während Kriegsminister Pete Hegseth zu schlichten versucht, zeigt ein neuer Bericht, wie hoch der Preis wirklich ist.
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Die Verluste auf US-Seite im Iran-Krieg sind enorm. Hier Trümmer eines mutmasslich abgeschossenen US-Flugzeugs im Zentrum des Iran.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trumps Beliebtheit sinkt, 61 Prozent der Fox-News-Zuschauer gegen ihn
  • USA verloren 42 Fluggeräte, darunter 24 Drohnen und mehrere Kampfjets
  • Kriegskosten bis 50 Milliarden USD, offiziell bisher 29 Milliarden gemeldet
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Daniel MacherRedaktor News

Es ist schwer zu sagen, wie sehr Donald Trump (79) die aktuellen Umfragewerte tatsächlich beschäftigen. Aus dem Umfeld des Weissen Hauses ist ja bekannt, dass negative Informationen gezielt vom US-Präsidenten ferngehalten werden. Dass sich mittlerweile sogar 61 Prozent der Zuschauer von Fox News – einst Trumps loyalstem TV-Sender – gegen ihn stellen, dürfte aber auch ihm kaum entgangen sein. Einer der Hauptgründe für seinen Absturz in den Umfragen: der Iran-Krieg.

Nun zeigt ein Bericht des Congressional Research Service, wie teuer der Konflikt die USA bereits zu stehen gekommen ist – und wie erbittert in Washington über die Folgen gestritten wird. Wie die «New York Times» berichtete, verweigerte der selbst ernannte Kriegsminister Pete Hegseth (45) erneut konkrete Angaben dazu, welche zusätzlichen Kosten am Ende auf das Land zukommen werden. Die ohnehin angespannte Stimmung gegenüber der Trump-Regierung könnte dadurch weiter eskalieren. 

Dutzende Jets und Drohnen verloren

Seit Kriegsbeginn wurden mindestens 42 US-Fluggeräte zerstört oder beschädigt. Das berichtet das Newsportal Daily Beast. Besonders schwer wiegen die Verluste bei Kampfjets: Mehrere F-15E «Strike Eagle» gingen verloren – zwei Piloten wurden über dem Iran abgeschossen, drei weitere Maschinen durch Friendly Fire zerstört. Auch ein A-10-Kampfjet ging verloren, ein F-35-Tarnkappenjet wurde beschädigt. Dazu kommen massive Drohnenverluste: 24 MQ-9 «Reaper» sowie eine hochmoderne MQ-4C «Triton» für etwa 240 Millionen Dollar. Bei einer Rettungsmission zerstörten die USA zudem zwei eigene Spezialflugzeuge vom Typ MC-130J.

Friendly Fire, Abstürze und Angriffe auf Basen

Der Bericht zeigt auch gravierende Pannen: Drei F-15 wurden durch Eigenbeschuss zerstört. Ein KC-135-Tankflugzeug stürzte im Irak ab – alle sechs Crewmitglieder starben. Ob Feindbeschuss oder Pilotenfehler die Ursache war, ist umstritten. Gleichzeitig trafen iranische Gegenangriffe US-Stellungen: Fünf Tankflugzeuge wurden auf einer Basis in Saudi-Arabien beschädigt, ebenso ein AWACS-Radarflugzeug.

Tote, Verletzte – und Tausende Opfer im Iran

13 US-Soldaten kamen ums Leben, mehr als 350 wurden verletzt. Besonders tragisch: der Absturz eines Tankflugzeugs, der sechs Leben forderte. Noch verheerender ist die Bilanz im Iran selbst: Laut Behörden wurden 3468 Menschen getötet – darunter auch Kinder und ältere Zivilisten.

Im Süden des Iran sollen am ersten Kriegstag Ende Februar bei der Bombardierung einer Schule rund 170 Mädchen ums Leben gekommen sein. Zunächst wurden in Medienberichten die USA dafür verantwortlich gemacht – Trump schob die Schuld dem Iran zu. Vorläufige Untersuchungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die USA die Schule getroffen haben könnten.

Die Rechnung – bis zu 50 Milliarden Dollar

Offiziell beziffert das Pentagon die Kosten inzwischen auf 29 Milliarden Dollar (knapp 23 Milliarden Franken), wie Jules Hurst, derzeitiger Staatssekretär des Heeres, vor dem Kongress sagte. Darin enthalten sind Reparaturen und Ersatz für zerstörtes Gerät. Doch die tatsächliche Summe dürfte deutlich höher liegen: Laut internen Schätzungen, über die unter anderem CBS News berichtete, kostet der Krieg bereits bis zu 50 Milliarden Dollar (knapp 39 Milliarden Franken) – Schäden an US-Basen durch iranische Angriffe sind dabei noch gar nicht eingerechnet.

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