Darum gehts
- Spanische Polizei räumt Strand Trampolín in Ceuta den zweiten Tag nacheinander
- Tausende Migranten wurden vertrieben, um Reinigungsarbeiten zu ermöglichen
- Bereits am Donnerstag wurden 1800 Personen mit 30 Bussen in Zentren gebracht
Die spanische Nationalpolizei hat am zweiten Tag in Folge den Strand von Trampolín in Ceuta geräumt. Hunderte Migranten, die vor Ort campierten wurden im Zuge dieser Aktion von dem Küstenstreifen vertrieben, berichtete die Tageszeitung «Diario Sur». Zuvor sollte der Strandabschnitt gereinigt werden.
Bereits am Donnerstag waren 1800 Menschen von dem Strand entfernt und in Aufnahmezentren untergebracht worden – in 30 Kleinbussen. Am frühen Nachmittag waren die Aufräumarbeiten der Behörden aber erneut zum Erliegen gekommen, nachdem rund 500 Migranten aufgetaucht waren.
Migranten in Aufnahmezentren gebracht
Einige von ihnen stammten aus staatlichen Einrichtungen und befürchteten, in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt zu werden, wenn sie dort untergebracht würden, schreibt «Diario Sur». Andere hatten sich in den Hügeln rund um die Stadt versteckt gehalten oder auf den Strassen der Exklave gelebt.
Gegen 12 Uhr am Freitag kehrte die Polizei an den Strand zurück. Zu diesem Zeitpunkt tummelten sich dort gut 1000 Personen. Das Gebiet wurde erneut geräumt, damit die städtischen Reinigungskräfte ihre Arbeit fortsetzen konnten.
Ende Juli hatten nach Angaben spanischer Behörden rund 72'000 Personen die Exklave Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Rund 70'000 Migranten sollen freiwillig zurückgekehrt oder zurückgebracht worden sein. Wer sich jetzt noch unberechtigterweise in dem spanischen Gebiet aufhält, soll in «temporären Aufnahmeeinrichtungen» untergebracht werden, wie das spanische Migrationsministerium am Donnerstag erklärte.