Darum gehts
- USA: Schweizer Sackmesser in Zahnpastatube bei TSA-Kontrolle in Dallas entdeckt
- Sohn des Ehepaars hatte Idee für die ungewöhnliche Tarnung
- Vorgesetzte der diensthabenden TSA-Agenten äussern Lob für den Fund
Ein Schweizer Sackmesser, versteckt in einer Zahnpastatube – das fanden Sicherheitsbeamte der Transportation Security Administration (TSA) am Flughafen Dallas Love Field (DAL) im Handgepäck eines Ehepaares. Die Geschichte hinter dem Fund ist kurios: Auf die Idee, das Messer so zu tarnen, soll ihr Sohn gekommen sein.
Denn: In den USA ist es verboten, Sackmesser im Handgepäck dabeizuhaben. In der Schweiz und der Europäischen Union darf ein Sackmesser im Handgepäck mitgeführt werden, wenn die Klinge maximal sechs Zentimeter lang und nicht feststellbar ist.
Die TSA-Beamtin Jazmine Kramer entdeckte das ungewöhnliche Objekt, als sie das Handgepäck des Paares durchleuchtete. «Normalerweise haben die Leute verbotene Gegenstände aus Versehen im Gepäck», erklärt sie in einer Medienmitteilung. «Dass jemand absichtlich versucht, einen Gegenstand so zu verstecken, ist selten.»
Ungewöhnliche Zahnpastatube fällt TSA-Agenten auf
Was zunächst nur ein metallischer Schatten auf dem Röntgenbild war, entpuppte sich letztlich als präzise verstecktes Taschenmesser. Doch der Fund war alles andere als einfach. Wade Brown Jr., Sicherheitsausbilder der TSA, war zunächst ratlos, als er die Tasche durchsuchte. «Ich habe alles aus dem Kulturbeutel genommen, aber nichts gefunden», so Brown.
Erst eine erneute Durchleuchtung der Tasche offenbarte die genaue Position des verdächtigen Objekts. Der entscheidende Hinweis: Das Gewicht und die Haptik der Zahnpastatube waren ungewöhnlich. «Ich bemerkte Klebeband am Ende der Tube und fand darin das Messer», schilderte er den Moment der Entdeckung.
TSA-Chefinnen sind begeistert
Das Ehepaar, das den Gegenstand freiwillig abgab und seine Reise fortsetzen konnte, erklärte, sie hätten den Rat ihres Sohnes befolgt, das Messer auf diese Weise zu verstecken. «Ich war total überrascht, als sie das sagten», so Brown. «So etwas habe ich noch nie erlebt.»
Kramers und Browns Chefin, Chandra Cousan, lobte die Aufmerksamkeit und Professionalität der Beamten. «Einen so raffiniert versteckten Gegenstand zu entdecken, erfordert Fokus, Training und Liebe zum Detail», sagte sie. «Es ist ein Beweis dafür, wie gut unser mehrschichtiger Sicherheitsansatz funktioniert.»
Schweizer Komiker über Sackmesser am Flughafen Zürich
Auch die TSA-Direktorin des Flughafens, Amy Williams, äusserte sich anerkennend: «Ein Messer in einer Zahnpastatube ist etwas, das Reisende normalerweise nicht erwarten. Aber genau auf solche Bedrohungen sind unsere Beamten vorbereitet.»
Im Januar löste der Schweizer Comedian Mateo Gudenrath mit einem Video, in dem er sich wunderte, warum der Flughafen Zürich nach der Sicherheitskontrolle Sackmesser verkaufte, eine Debatte aus. «Die Geschäfte auf der Luftseite (nach der Sicherheitskontrolle) verkaufen diverse Produkte, darunter auch Sackmesser. Die maximale Länge der Klinge liegt dabei bei sechs Zentimetern», bestätigte der Flughafen damals auf Anfrage.