Darum gehts
- Huthi-Miliz kontrolliert Bab al-Mandab, Luftalarm in Saudi-Arabien ausgelöst
- Explosionen in Riad, Rauchwolke am Flughafen King Khalid gesichtet
- Uno und Schweiz warnen vor Eskalation, fordern Völkerrecht und Dialog
Im Roten Meer spitzt sich die Situation immer mehr zu. In der letzten Woche hatte die Huthi-Miliz in einer Blitzoffensive die Westküste Jemens und sich damit Kontrolle auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Zudem verschärften die Huthis zuletzt ihre Angriffe in der Region. Nun wurden erstmals, seit der Eskalation im Juli, am späten Freitagabend und Samstagmorgen (Ortszeit) Warnungen an die saudi-arabische Bevölkerung ausgegeben.
Der Luftalarm betraf dabei die Hauptstadt Riad und mehrere Regionen des Landes. «Das Gebiet steht unter einer feindlichen Bedrohung aus der Luft. Bitte bleiben Sie ruhig, bleiben Sie im Haus oder an einem sicheren Ort fern von Fenstern und Türen und befolgen Sie die Anweisungen des Zivilschutzes», hiess es in der Alarmmeldung, die auf Smartphones ausgespielt wurde. Journalisten von Reuters und AFP berichteten von Explosionen in der Hauptstadt. Mittlerweile haben die Behörden wieder Entwarnung gegeben.
Dunkle Rauchwolke am Flughafen in Riad
Die Auswirkungen der Huthi-Angriffe zeigten sich am Samstag auch am King Khalid International Airport in Riad. Dort stieg eine dunkle Rauchwolke aus dem Treibstofflager auf, wie «Reuters» berichtet. Augenzeugen berichteten gegenüber «Reuters» auch von Flammen. Daten der Trackingplattform «Flightradar24» zeigten, dass Flugzeuge am Samstagmittag zeitweise nicht landeten. Mittlerweile scheint der Flugverkehr wieder aufgenommen worden zu sein.
Der Uno-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien verurteilt. Auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) äusserte sich am Samstag auf X zu den Angriffen in Saudi-Arabien. Diese seien «eine ernsthafte Gefahr für die Zivilbevölkerung» und könnten zu einer weiteren regionalen Eskalation führen. Das EDA teilte daher mit: «Die Schweiz ruft alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung, zur Einhaltung des Völkerrechts sowie zur Priorisierung von Dialog und Diplomatie auf.»