Darum gehts
- Ein Ehestreit in Vilshofen an der Donau eskalierte, Mann attackierte Frau mit Baguette
- Frau warf Bügeleisen aus dem Fenster, um Gewalt zu verhindern
- 2024 gab es in Deutschland über 265'000 Opfer häuslicher Gewalt, auch in der Schweiz massives Problem
Was zunächst lustig tönt, hat einen ernsten Hintergrund: Am Mittwoch ist im deutschen Vilshofen an der Donau ein Ehestreit aus dem Ruder gelaufen. Das berichten mehrere deutsche Medien unter Berufung auf eine Polizeimitteilung.
Ein Mann (60) attackierte seine Ehefrau mit einem trockenen Baguette. Er schnappte sich auch einen Zugluftstopper aus Stoff und drosch damit auf die arme Frau ein.
Wäscheständer-Attacke wird mit Tritt beantwortet
Die 61-Jährige warf laut der Polizeimeldung ein heisses Bügeleisen aus dem Fenster. Der traurige Grund: Sie wollte offenbar verhindern, dass ihr Gemahl sich das Haushaltsgerät schnappte und ebenfalls als Waffe benutzte.
Nach Polizeiangaben hatten die Eheleute schon länger Beziehungsprobleme und wollten sich eigentlich aussprechen. Die Aussprache wurde jedoch zum Gewaltakt. Der Mann hatte seine Frau vor der Baguette-Attacke mit einem Wäscheständer in eine Zimmerecke gedrückt, woraufhin sie mit einem Tritt gegen das Knie des Angreifers reagierte.
Schlimme Zahlen zu häuslicher Gewalt
Die Polizei musste anrücken und die Streitenden trennen. Der wütende Ehemann wurde bei der körperlichen Auseinandersetzung leicht verletzt. Ein Ermittlungsverfahren läuft, beide werden der Körperverletzung und Nötigung verdächtigt.
Häusliche Gewalt hat in Deutschland im Jahr 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Es gab mehr als 265'000 Opfer.
In der Schweiz sieht es nicht besser aus. Hierzulande gehen Streitigkeiten innerhalb der Familie oder des Haushalts in einigen Fällen sogar tödlich aus. «Jedes Jahr sterben durchschnittlich 25 Personen infolge häuslicher Gewalt», schreibt das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) auf seiner Webseite. Die Opfer sind oft weiblich.