Tat in Dormagen (D)
Bub (12) soll Teenie (†14) getötet haben

Die Polizei hat im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ein Kind festgenommen. Es soll einen Jugendlichen erstochen haben.
Die deutsche Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen. Er ist noch ein Kind. (Symbolbild)
Foto: Keystone/DPA/DANIEL KARMANN

Darum gehts

  • Jugendlicher (†14) in Dormagen (D) getötet, Tatverdächtiger ist 12 Jahre alt
  • Obduktion ergab Tod durch Stich- und Schnittverletzungen
  • Polizei bot Belohnung bis 10'000 Euro, Trauermarsch mit 2000 Teilnehmern
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Marian NadlerRedaktor News

Im Fall eines im deutschen Dormagen getöteten Jugendlichen (†14) wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Er ist 12 Jahre alt.

Das Opfer war zunächst vermisst gewesen, bevor ein Spaziergänger die Leiche des Toten an einem See in der deutschen Kleinstadt entdeckte. Laut Behördenangaben ergab die Obduktion, dass der Teenager an Stich- und Schnittverletzungen gestorben ist. Für Hinweise hatten Polizei und Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 10'000 Euro (knapp 9200 Franken) ausgelobt.

Fussballverein trauert

Am vergangenen Wochenende nahmen rund 2000 Menschen an einem Trauermarsch für den getöteten Jugendlichen, der aus Eritrea stammt, teil. Das Todesopfer ging in Dormagen zur Schule. Das Motiv für die Tat ist noch gänzlich unklar.

Der Fussballverein des Jugendlichen drückte Trauer über den Tod des 14-Jährigen aus: «Yosef war ein äusserst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein aussergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht», hiess es auf der Homepage.

Motiv noch unklar

Der 14-Jährige war am Mittag des 28. Januars zuletzt lebend gesehen worden. Gegen 17 Uhr hatte ein Spaziergänger seine Leiche entdeckt. Nach übereinstimmenden Medienangaben von Reportern, die mit der Mutter des Jungen sprachen, hatte der ihr gesagt, er gehe nur kurz zu seinem Schützenverein.

Ermittler hatten bis in die Nacht hinein und am Folgetag akribisch Spuren am Fundort gesucht und gesichert. Für eine rassistische oder rechtsextreme Tat gebe es bislang keine Anhaltspunkte, hatte Staatsanwältin Janne Jakobek gesagt.

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