Darum gehts
- Schwarzfahrer attackiert Kondukteur Serkan C. (†36) in Rheinland-Pfalz, tot am 28. Januar
- Serkans Vater erleidet Herzinfarkt nach Todesnachricht, überlebt nach Spitalaufenthalt
- 50 Angehörige leisten Beistand, Serkan stirbt an Hirnblutung wegen 60 Euro
Für Serkan C. (†36) endete ein ganz normaler Arbeitseinsatz tragisch. Am Montagabend wird er von einem Schwarzfahrer in einem Regionalexpress im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz angegriffen und erliegt zwei Tage später seinen Verletzungen. Die Angehörigen des Kondukteurs sind untröstlich. Besonders hart trifft es die beiden Söhne (11 und 13) des Verstorbenen. «Es war das Schlimmste. Die Jungs mussten ihren Vater sterben sehen», erzählt der Grossvater der beiden «Bild».
Beinahe hätte die Tragödie noch ein weiteres Todesopfer gefordert. Der Vater von Serkan C. erlitt laut «Bild» einen leichten Herzinfarkt, als er vom Tod seines Sohnes erfuhr. Er musste ins Spital, konnte aber glücklicherweise schon zwei Tage später wieder entlassen werden. «Aber mein Sohn wird nicht wieder zurückkommen», sagt er der Zeitung.
«Wie kann man so ausrasten?»
Serkan C. war ein grosser Familienmensch und beliebt bei Freunden und Arbeitskollegen. Rund 50 Angehörige leisteten ihm ab Montagabend an seinem Spitalbett in Ludwigshafen (D) Beistand. Am Mittwochmorgen starb er, laut Obduktionsergebnis an einer Hirnblutung. «Wegen 60 Euro wurde Serkan totgeprügelt. Er hatte mit niemandem Streit, er war ein liebenswerter Mann, Familienvater. Nur weil einer kein Ticket hatte, musste unser Serkan sterben. Wie kann man so ausrasten?», fragt sich einer seiner Cousins.
Der 36-Jährige war stolz darauf, bei der Bahn zu arbeiten. Auf Facebook teilte er Fotos in seiner Uniform. Der mutmassliche Täter, ein griechischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Luxemburg, sitzt aktuell in Untersuchungshaft.