Tragödie in Deutschland
Kondukteur (†36) stirbt nach Prügelattacke – neue Details zur Todesursache

Ein Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist nach einem brutalen Angriff durch einen Schwarzfahrer gestorben. Der 26-jährige Tatverdächtige griff ihn am Montagabend hemmungslos an, als er des Zuges verwiesen werden sollte.
Ein Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist nach einem brutalen Angriff durch einen Schwarzfahrer gestorben.
Foto: Wikipedia

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zugbegleiter (†36) stirbt nach Angriff bei Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz
  • 26-jähriger Grieche schlug Opfer hemmungslos nach Streit über Fahrschein
  • Mutmasslicher Täter festgenommen, Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag erlassen
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Ein Routineeinsatz mit tödlichen Folgen: Nach einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz ist ein Zugbegleiter an den Folgen eines brutalen Angriffs gestorben. Wie «Focus» berichtet, eskalierte die Situation am Montagabend, als ein 26-jähriger Fahrgast kein Ticket vorweisen konnte und des Zuges verwiesen werden sollte.

Der Mann soll daraufhin den Bahnmitarbeiter attackiert haben. Der Zugbegleiter musste noch im Zug reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht werden. Wenig später erlag er dort seinen Verletzungen.

Am Mittwochabend gab die Polizei eine Mitteilung heraus, in der neue Details zur Todesursache bekannt wurden. Gemäss vorläufigem Obduktionsergebnis starb der Zugbegleiter in Folge erheblicher stumpfer Gewalteinwirkung gegen den Kopf an einer Hirnblutung.

Hemmungslos auf Opfer eingeschlagen

Nach Informationen von «Bild» handelt es sich bei dem Opfer um den zweifachen Familienvater Serkan C. (†36). Demnach kontrollierte der Zugbegleiter kurz nach der Abfahrt vom Bahnhof Landstuhl eine Gruppe von vier Personen. Aus dieser Gruppe heraus griff der 26-jährige Grieche den Kondukteur an, nachdem es wegen eines fehlenden Tickets zu einem Streit gekommen war.

Zeugen berichten, der Bahnmitarbeiter habe zunächst deeskalierend reagiert und Abstand gehalten. Als er den Schwarzfahrer schliesslich des Zuges verwies, schlug dieser jedoch hemmungslos auf ihn ein. Der Zugbegleiter brach zusammen.

Mutmasslicher Täter vor Ort festgenommen

Fahrgäste leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Polizei. Beamte der Bundespolizei begannen wenige Minuten nach der Tat mit der Wiederbelebung. Der mutmassliche Täter wurde noch vor Ort festgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt. Ein Haftbefehl wurde bereits erlassen.

Die Deutsche Bahn zeigte sich tief erschüttert. Bahnchefin Evelyn Palla (53) sprach von einem «schwarzen Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner» und verurteilte den Gewaltexzess scharf.

«Seine Söhne haben ihn sterben sehen»

Laut «Bild» hinterlässt er zwei Söhne im Alter von elf und 13 Jahren. Der Zugbegleiter habe seine beiden Söhne allein erzogen. «Seit Montag war die Familie bei ihm im Krankenhaus», sagte sein Cousin zu Bild. Seine Söhne hätten ihren Vater sterben sehen. «Es war furchtbar», sagt er weiter. Nach zwei Tagen erlag er seinen schweren Verletzungen.

Auch in der Schweiz kommt es immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen auf SBB-Personal. Seit der Corona-Pandemie sind die Übergriffe auf das Bahnpersonal heftiger geworden. Viele Bahnkunden reagieren deutlich gereizter, der Respekt vor den Kontrolleuren hat spürbar abgenommen. Blick hatte mit mehreren Personen gesprochen, die in ihrem Job bei der SBB Gewalt vonseiten der Fahrgäste erlebt haben.

Heiss diskutiert
    Meistgelesen