«Es ärgert mich massiv»
Jetzt spricht der Hotelmitarbeiter über Gil Ofarim

Dschungelkönig Gil Ofarim hat in der Sendung über seinen Antisemitismus-Skandal gesprochen. Der beschuldigte Hotelmitarbeiter findet das befremdlich: «Es ärgert mich massiv».
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Gil Ofarim hat wieder gut lachen.
Foto: RTL

Darum gehts

  • Gil Ofarim gewinnt am 9. Februar 2026 RTL-Dschungelcamp überraschend
  • Hotelangestellter Markus W. kritisiert Ofarims Selbstinszenierung als falsches Opfer
  • Ofarims Dschungelkrone bringt ihm 100'000 Euro Gewinn ein
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

Über die vergangenen drei Wochen ist ein Name wieder besonders häufig in Deutschland gefallen: Gil Ofarim (43). Der Musiker, der sich fälschlicherweise als Opfer eines antisemitischen Vorfalls in einem Hotel in Leipzig inszenierte und seine Lüge erst zwei Jahre später vor Gericht zugab, hat völlig überraschend RTLs Trashformat «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» gewonnen. Seine Schall-und-Rauch-Taktik aus mal interpretierbaren, mal kryptischen Andeutungen ging offenbar voll auf: Er ist zurück im Rampenlicht, zurück im Showgeschäft, zurück auf der lukrativen Erfolgswelle (allein der Gewinn der Dschungelkrone brachte ihm 100'000 Euro ein). Das tatsächliche Opfer des Davidstern-Skandals schwieg hingegen eisern – bis jetzt.

«Ich bin sprachlos»
1:57
«Packen Sie ihren Stern ein!»:Gil Ofarim über antisemitischen Angriff

Im Interview mit «Die Zeit» brach der Hotelangestellte, der sich durch Ofarims falschen Anschuldigungen zeitweise mit massiven Anfeindungen gegenübersah, nun sein Schweigen. Offenbar sorgte der Triumph des Musikers im Dschungelcamp und dessen generelles Auftreten in dem Format für die Initialzündung, sich seinerseits mit deutlichen Worten zu melden. Zwar habe er die Sendung nicht aktiv verfolgt, aber doch vor allem eine Sache mitbekommen: Ofarim «inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich», so der als Markus W. aufgeführte Mann. Es sei für ihn «sehr befremdlich, es ärgert mich massiv, und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?»

Dass der Sender Ofarim die Möglichkeit zu einer derartigen Selbstinszenierung gegeben habe, bereite ihm Sorgen – «denn es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt». Daher erinnert er in dem «Zeit»-Interview noch einmal daran, was Ofarims Tat vor über vier Jahren für ihn bedeutet hatte. Eine Morddrohung trudelte demnach in sein dienstliches E-Mail-Postfach ein, «aus Angst davor, dass irgendwer ein Foto von mir machen könnte, auf dem ich feiernd oder lachend zu sehen bin», blieb er zudem privaten Feiern fern. Haben die RTL-Zuschauer Ofarim hierfür sozusagen per Telefonvoting nun die Absolution erteilt?

Schweigepflicht und Videoaufnahme

Auch zu zwei erstaunlichen Aussagen von Gil Ofarim während seiner Zeit im australischen Dschungel schildert Markus W. nun seine Sicht der Dinge. So sei er «fassungslos» angesichts Ofarims getätigten Behauptung, dass etwas mit den Aufnahmen der Überwachungskameras nicht gestimmt hätte. Denn «weder das Gericht noch der Videogutachter haben die Glaubwürdigkeit der Aufnahmen in Zweifel gezogen».

«Ich habe viele Menschen enttäuscht und verletzt»
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Gil Ofarim:«Ich habe viele Menschen enttäuscht und verletzt»

Zum Thema Verschwiegenheitserklärung hat der Hotelmitarbeiter ebenfalls eine komplett andere Meinung als der frischgebackene Dschungelkönig. Demnach hätte Ofarim sehr wohl «über die Vorgänge in der Lobby sprechen» dürfen. Die unterzeichnete Unterlassungserklärung untersage Ofarim nur, zu behaupten, «dass ich ihn wegen des Tragens einer Davidsternkette des Hotels verwiesen hätte. Und er darf auch keine ähnlichen Aussagen machen, die andeuten, dass eine antisemitische Äusserung stattgefunden habe. Das ist alles.»

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