Darum gehts
- RTL löscht Clip mit antisemitischem Stereotyp aus «Stefan Raab Show» vom 27. Januar
- Sender weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück und prüft Inhalte künftig sensibler
- Neue «Stefan Raab Show» ab 10. Februar zweimal wöchentlich bei RTL+ und RTL
Der Sender RTL hat rückwirkend einen Clip aus der «Stefan Raab Show»-Ausgabe vom 27. Januar genommen. In dem Einspieler, der Dschungelcamper Gil Ofarim (43) auf humoristische Weise vorstellen sollte, fiel ein Satz, der im Nachhinein in den sozialen Netzwerken heftig kritisiert wurde. Konkret wurde Ofarim ein «Betrüger-Gen» unterstellt, das er von seinem fiktiven Onkel Samuel habe. Eine klare Zurschaustellung antisemitischer Stereotype, so der Vorwurf.
Gegenüber der «Jüdischen Allgemeinen» bezog RTL auf Nachfrage diesbezüglich Stellung und erklärte, «die Kritik an dem Einspieler über Gil Ofarim in der ‹Stefan Raab Show›-Spezialausgabe vom 27. Januar sehr ernst» zu nehmen und dass dieser inzwischen offline genommen wurde. Zugleich weise man jedoch «jede Form von Antisemitismus entschieden zurück». Da man aber eingesehen habe, dass «der Einspieler zu Missverständnissen führen konnte», wurde er gelöscht. Im Zuge dessen werde der Sender zudem seine Inhalte künftig «noch sensibler daraufhin prüfen, welche Deutungen sie ermöglichen».
RTL setzt verstärkt auf Stefan Raab
An Stefan Raabs Status als Entertainment-Flaggschiff von RTL ändert die Debatte offenbar nichts. Erst vor wenigen Tagen wurde enthüllt, dass «Die Stefan Raab Show» bald zweimal pro Woche läuft.
Demnach erscheint die Show ab dem 10. Februar immer dienstags um 22:00 Uhr exklusiv bei RTL+ und am Donnerstag bei RTL um 23:15 Uhr. Zuvor hatte es die Sendung am Mittwoch um 20:15 Uhr zu sehen gegeben.
Wie unlängst zudem bekannt wurde, wird Raab in diesem Frühjahr ausserdem eine eigene RTL-Samstagabend-Show erhalten. Für die kommenden Monate wurde ein Quiz-Format namens «Wer weiss wie wann was war?» angekündigt. Mit Barbara Schöneberger wird ihm dabei eines der erfahrensten TV-Gesichter Deutschlands zur Seite gestellt.