Unerwartete Wendung
Gil Ofarim spricht endlich über den Davidstern-Skandal

Überraschende Wende im Dschungelcamp: Gil Ofarim spricht erstmals offen über den Davidstern-Skandal – und behauptet, das belastende Video sei manipuliert worden. Mitcamperin Simone Ballack reagiert skeptisch. Dabei hatte der Sänger vor Gericht selbst gestanden.
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Gil Ofarim sprach erstmals ausführlich über den Davidstern-Skandal im Dschungel.
Foto: RTL

Darum gehts

  • Gil Ofarim sorgt im Dschungelcamp für Aufsehen mit Aussagen zum Davidstern-Skandal
  • Er behauptet, das Überwachungsvideo des Leipziger Hotels sei manipuliert
  • 2023 zahlte Ofarim 10'000 Franken, nachdem er seine Lüge gestand
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Kurz vor dem Finale sorgt Gil Ofarim (43) im Dschungelcamp für Aufsehen. Der Sänger bricht am Lagerfeuer überraschend sein Schweigen zum viel diskutierten Davidstern-Skandal. Zwei Wochen lang hat die Schweizerin Ariel (22) auf sehr penetrante Art und Weise versucht, Ofarim dazu zu bringen, über den Fall zu sprechen. Ohne Erfolg. Diesen kann allerdings Simone Ballack (49) verbuchen, die ihn in einer gemeinsamen Nachtwache mit etwas Fingerspitzengefühl endlich zum Reden bringt.

Was er ihr über besagte Nacht 2021 in einem Leipziger Hotel sagt, hat es in sich: «Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist. Es wurde nachgewiesen, dass Sekunden vom Band gefehlt haben», behauptet Ofarim. Und weiter: «Das Video, das im Umlauf ist, ist nicht das Original.» Zudem gebe es einen Zeugen, der seine Davidstern-Kette gesehen haben wolle. So richtig Glauben will Ballack seinen Aussagen nicht schenken.

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Was war passiert?

Im Oktober 2021 hatte Ofarim ein Instagram-Video veröffentlicht, in dem er behauptete, von einem Hotelmitarbeiter in Leipzig antisemitisch beleidigt worden zu sein. Angeblich habe ihn der Mann aufgefordert, seine Davidstern-Kette abzulegen. Der Vorwurf schlug hohe Wellen, der Mitarbeiter bestritt die Anschuldigungen und ging juristisch dagegen vor.

Im Prozess zeigte das Überwachungsvideo des Hotels jedoch nicht, dass Ofarim eine Davidstern-Kette trug. Im November 2023 legte der Sänger schliesslich ein Geständnis ab: Er habe gelogen. Das Verfahren wurde ohne Urteil gegen Zahlung von 10'000 Euro eingestellt, die an die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig und den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz gingen.

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Verschwiegenheitserklärung oder Unterlassungserklärung?

Auf die Frage von Ballack, warum er nicht detaillierter sprechen dürfe, verweist Ofarim auf eine Verschwiegenheitserklärung, die er unterschrieben habe. Allerdings hatte der Anwalt des Leipziger Hotelmitarbeiters bereits in einer Pressemitteilung klargestellt: Einen Schweigedeal habe es nie gegeben. Lediglich eine Unterlassungserklärung, die dem Sänger untersage, die Vorwürfe zu wiederholen – was er nun indirekt getan hat. Auch Ofarims Anwalt, Dr. Alexander Stevens, meldete sich mit einem öffentlichen Statement zu Wort. «Die aktuelle Dynamik ist an Bigotterie kaum zu überbieten», schreibt er auf Instagram. Es sei richtig, dass die Verfahrensbeteiligten sich seinerzeit auf eine Verpflichtung zum Schweigen verständigt haben.

Auch zu Ofarims Aussagen, dass einige Sekunden auf einem der drei Überwachungsvideos fehlen würden, äussert sich Dr. Alexander Stevens ausführlich. Tatsächlich würden zwei Sekunden fehlen. Ob dies an einem technischen Defekt oder an einer bewussten Manipulation liege, könne allerdings nicht gesagt werden. 

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