Darum gehts
- Ein Buckelwal strandet zweimal in Lübecker Bucht, Rettungskräfte im Einsatz
- Leser diskutieren emotional über Sinn und Grenzen der Rettungsaktionen
- Am Sonntag begannen die Rettungsversuche, am Freitag verschwand der Wal kurz
Es ist ein nicht enden wollendes Drama! Am vergangenen Sonntag strandete ein junger Buckelwal auf einer Sandbank in der Lübecker Bucht. Dutzende Rettungskräfte unterstützten den riesigen Meeressäuger tagelang bei seinen Fluchtversuchen. Am Freitagmorgen war er dann tatsächlich plötzlich weg.
Nur wenig später wurde der Buckelwal wieder gesichtet. Er schwamm auf einer seltsamen Route und kam dabei dem Festland immer wieder gefährlich nahe. Am Samstagnachmittag ist dann klar: Das Tier ist wieder gestrandet. Die Rettungskräfte sind erneut auf dem Weg.
«Tiere sind mit Abstand die wertvollsten und besten Lebewesen auf Erden»
Das Drama in der Ostsee bewegt auch die Blick-Leserschaft. Das beweisen die vielen Kommentare unter den Artikeln über das Schicksal des Buckelwals.
Viele Leserinnen und Leser fiebern mit den Rettungskräften mit und bedanken sich für die Unterstützung des Wals. «Tiere sind mit Abstand die wertvollsten und besten Lebewesen auf Erden, verdienen nur das Beste und somit jede erdenkliche Hilfe», schreibt etwa Userin Simone Hediger. «Grosses Dankeschön aus der Schweiz an alle Beteiligten. Super Sache», kommentiert Thomas Perler.
«Nicht jede Rettung ist sinnvoll»
Besonders ans Herz geht das ganze Drama Blick-Leserin Simone Meyer. «Das Ganze bewegt mich persönlich. Was ist die Ursache?», fragt sie in den Kommentaren. «Dabei denke ich an alle Tiere, eben auch die Meeresbewohner, die unseretwegen unerträglich leiden müssen.»
Es gibt aber auch eine Menge User, die den Sinn der Rettungsaktion hinterfragen. «Walrettung klingt gut, fühlt sich gut an und bringt Schlagzeilen. Aber nicht jede Rettung ist sinnvoll», kommentiert User Marcel Heiz. «Strandungen sind Teil der Natur. Kranke oder geschwächte Tiere sterben, das ist kein Versagen, sondern ökologischer Alltag», meint er. «Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir helfen können, sondern ob wir helfen sollten. Vielleicht ist der ehrlichste Umgang, zu akzeptieren, dass wir nicht jeden Verlust verhindern müssen und auch nicht können.»
«Hier frage ich mich langsam, ob das Tier nicht sterben will»
Der Kommentar von Marcel Heiz erhält viel Zuspruch. Andere Blick-Leser zeigen eine ähnliche Haltung. «Warum lässt man der Natur nicht einfach ihren Lauf?», fragt Frederic Koenigsegg.
Auch Userin Niskina Müller ist sich am Samstag nicht mehr so sicher, ob der Wal wirklich gerettet werden will. «Ich bin sehr dafür, Tieren in Not zu helfen. Hier frage ich mich aber langsam, ob das Tier nicht sterben will und ob man ihm das nicht in Ruhe gewähren sollte, anstatt die ganzen lärmenden Bagger um ihn herum zu sammeln.»