Darum gehts
- Seit 28. Februar greifen USA und Israel iranische Ziele mit Luftangriffen an
- Iran beschiesst USS Abraham Lincoln, Träger ändert Position laut Teheran
- Schiff 333 Meter lang, über 5000 Crewmitglieder, betrieben durch Kernreaktoren
Seit dem 28. Februar sind Angriffe der USA und Israels gegen den Iran im Gange. Im Zentrum der amerikanischen Militärpräsenz steht dabei der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln, der mit seiner Trägerkampfgruppe im Arabischen Meer operiert.
Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens sollen nun aber Raketen auf das Schiff abgefeuert worden sein. Teheran spricht davon, der Träger habe anschliessend seine Position verändert. Der iranische Marinekommandant Schahram Irani (59) erklärt, weitere Angriffe seien möglich, sollten sich «feindliche Schiffe» weiterhin in Reichweite befinden. Eine Bestätigung dieser Darstellung durch die US-Regierung liegt derzeit nicht vor.
Ein Träger mit jahrzehntelanger Einsatzgeschichte
Die USS Abraham Lincoln gehört zur sogenannten Nimitz-Klasse. Sie wurde in den 1980er-Jahren gebaut und speziell für Kampfbedingungen entwickelt. Benannt ist der Träger nach dem früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln.
Seit seiner Indienststellung wurde das Schiff in verschiedenen Konflikten eingesetzt, etwa im Persischen Golf oder bei militärischen Operationen im Irak und in Afghanistan. Flugzeugträger dieser Klasse dienen vor allem dazu, Luftoperationen unabhängig von festen Stützpunkten durchführen zu können.
Schwimmende Luftwaffenbasis auf See
Mit einer Länge von rund 333 Metern gehört die USS Abraham Lincoln zu den grössten Kriegsschiffen der Welt. Nur die USS Gerald R. Ford ist mit 337 Metern grösser.
An Bord der USS Abraham Lincoln arbeiten mehrere Tausend Menschen – darunter Besatzung, Piloten und technisches Personal. Der Träger wird von zwei Kernreaktoren angetrieben, die eine langfristige Energieversorgung ohne klassische Betankung ermöglichen.
Auf dem Flugdeck starten und landen Kampfflugzeuge sowie Aufklärungs- und Unterstützungseinheiten. Damit fungiert das Schiff als mobile Plattform für militärische Einsätze, Überwachung und Abschreckung. Begleitet wird der Träger in der Regel von weiteren Kriegsschiffen, die Schutz- und Unterstützungsaufgaben übernehmen.
Politisches Symbol mit grosser Strahlkraft
Internationale Aufmerksamkeit erhielt die USS Abraham Lincoln insbesondere im Jahr 2003. Damals landete US-Präsident George W. Bush (79) auf dem Flugdeck und hielt eine Rede zum Irakkrieg. Die Ansprache wurde unter dem Schlagwort «Mission Accomplished» bekannt und weltweit diskutiert.