So wurde am Donnerstag um das Leben des Wals gekämpft
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Nach Strandung am Donnerstag:So wurde um das Leben des Wals gekämpft

Drama um Ostsee-Wal
Buckelwal hängt in der nächsten Bucht fest – Polizei sieht kaum noch Hoffnung

Der Buckelwal aus der Lübecker Bucht schwamm endlich weg von der Küste und Richtung Freiheit. Die Freude und die Hoffnung, dass diese Geschichte gut ausgehen könnte, wird nun ausgerechnet von der Wasserschutzpolizei gedämpft.
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Die Helfer kämpften im bitterkalten Wasser, um den Buckelwal zu retten.
Foto: imago/Susanne Hübner

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Buckelwal am Sonntag in Lübecker Bucht gestrandet – Rettungsaktion gestartet
  • Wal konnte Freitag fliehen, wurde aber später erneut gesichtet
  • Überlebensrate: Von drei gestrandeten Walen überlebte bisher keiner
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Angela RosserJournalistin News

Tagelang kämpften Umweltschützerinnen, freiwillige Helferinnen und Helfer, Polizisten und Experten um das Leben des Wals, der am vergangenen Sonntag auf einer Sandbank in der Lübecker Bucht gestrandet war. Es wurde mit Baggern gegraben, um ihm ein Entkommen zu erleichtern, und die Helfer stupsten den Meeresriesen an. 

Am Freitagmorgen war er dann tatsächlich plötzlich weg und die Freude gross. Nur wenig später jedoch wurde er wieder gesichtet und schwamm eine unerklärliche Route und kam dem Festland immer wieder gefährlich nahe. 

Wal bleibt in nächster Bucht hängen

Immer wieder kommt der Riese von der Route ab, die er eigentlich nehmen müsste, um wieder in den Atlantik zu gelangen. Das ist ein grosses Risiko für den Wal. Wie «Bild» am frühen Samstagnachmittag schreibt, hängt er nämlich auch bereits wieder fest. Ein Reporter vermutet, dass er sogar erneut auf einer Sandbank gestrandet sein könnte.

Diesmal befindet sich der Buckelwal in der Wismarer Bucht. Diese liegt eigentlich direkt neben dem Timmendorferstrand, wo er am Sonntag gestrandet war. Mittlerweile sind mit Helena Eicher und Dr. Joseph Schnitzler auch wieder eine Meeresbiologin und ein Meeresbiologe auf einem Polizeiboot unterwegs in die Bucht, um den Wal zu suchen.

Wenig Hoffnung für den Meeresriesen

Am Samstagmorgen fehlte von dem Wal noch jede Spur. Eigentlich ein gutes Zeichen. «Es gab in der Nacht zu Samstag keine Meldung über ein gestrandetes Tier», sagte Kraus am Morgen zu «Bild». Negativ sei aber nun, dass niemand wisse, wo er ist und wie es ihm geht.

Die Wasserschutzpolizei teilte mit, dass aktuell nach dem Meeressäuger gesucht werde. Oberkommissar Holger Kraus jedoch gab sich wenig optimistisch: «Während meiner Dienstjahre hatte ich mit zwei oder drei Walen dieser Grössenordnung zu tun, die sich zu uns verirrt hatten. Überlebt hat leider keiner.»

Polizei mit Suchboot im Einsatz

Aufgeben will er aber trotzdem nicht. «Man weiss nie. Vielleicht klappt es ja diesmal», sagte er zu «Bild». Bereits am Morgen schickte er seine Kollegen mit einem Suchboot raus.

Der Buckelwal wurde am Montag auf einer Sandbank in der Lübecker Bucht in der Ostsee entdeckt. Fieberhaft haben Retter tagelang eine Rinne gegraben. Am Donnerstagabend hatte er sich zwar schon einige Meter vorwärts bewegt, steckte aber immer noch fest und die Rettung musste abgebrochen werden.

Meeresbiologe kämpfte um das Leben des Wals

Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann verkündete am Freitag dann, dass der Wal seinen Weg zurück ins Meer gefunden habe. Er musste jedoch immer wieder von der Küste weiter ins offene Meer geleitet werden und Tausende fieberten vor den Handy-Bildschirmen und Computern mit. Am Abend wurde der Einsatz abgebrochen, um dem Tier etwas Ruhe zu gönnen. 

Als geglückt könne man die Aktion erst bezeichnen, wenn der Wal zurück im Atlantik sei und nicht Tage später doch noch irgendwo strandet und stirbt, sagte Lehmann bereits früh.

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