Diese süsse Maus brachte das tödliche Virus aufs Schiff
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Infektiologe kritisiert Umgang mit Seuchenschiff-Passagieren
«Aus meiner Sicht ist das sehr fragwürdig»

Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf der «MV Hondius» sind drei Menschen tot. Die WHO fahndet nach 40 abgereisten Passagieren. Ein deutscher Experte äussert Kritik.
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Leif Erik Sanders wählt deutliche Worte.
Foto: Charité Berlin

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Drei Tote nach Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff «MV Hondius»
  • 40 Passagiere verliessen das Schiff auf St. Helena, WHO sucht sie
  • Acht Infizierte, Berliner Charité bietet spezialisierte Behandlung an
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Marian NadlerRedaktor News

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Drei Passagiere sind bereits gestorben, acht Menschen zeigten nach bisherigen Erkenntnissen Symptome.

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Der deutsche Infektiologe Leif Erik Sander (48) kritisiert im Interview mit dem Rundfunksender RBB das Vorgehen der Behörden deutlich: «Aus meiner Sicht ist es sehr fragwürdig und auch problematisch, dass die Menschen so lange auf einem kleinen Schiff mitten im Ozean ausharren mussten.»

WHO sucht nach Passagieren

Das Virus könne schwere Erkrankungen bis hin zu akutem Lungenversagen auslösen, sagte Sander. Wie leicht die südamerikanische Variante von Mensch zu Mensch übertragen werde, sei noch nicht abschliessend geklärt. Mit konsequenten Schutzmassnahmen lasse sich die Situation aber kontrollieren. An Bord eines Kreuzfahrtschiffs sei spezielle Schutzausrüstung in der Regel nicht ausreichend vorhanden, weshalb Expertenteams auf das Schiff geschickt werden müssten, argumentiert Sander.

Die Lage wird zusätzlich dadurch erschwert, dass 40 Menschen während der Reise auf St. Helena von Bord gegangen sind. Die WHO sucht nach ihnen. «Das ist schon eine herausfordernde Situation, diese Menschen alle aufzuspüren und sicherzustellen, dass sie, wenn sie infiziert sind, keine weiteren Menschen anstecken», kommentierte Sander diesbezüglich.

Eine der besten Universitätskliniken Deutschlands, die Berliner Charité, für die Sander arbeitet, habe bereits Hilfe angeboten: «Sollte es weitere Infizierte geben, stehen spezialisierte Infektionsstationen bereit, etwa an der Charité, aber auch in anderen deutschen Städten.»

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