Darum gehts
- In Suffolk brennt ein Wald, nur Kilometer vom AKW Sizewell B
- 80 Hektar Fläche zerstört, 90 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen
- Keine Gefahr für das AKW, Notfallplan deckt Brandszenarien ab
An der Küste der englischen Grafschaft Suffolk wütet aktuell ein Waldbrand. Als ob das nicht schon ein genug grosses Problem wäre, befindet sich nur wenige Kilometer von den Flammen entfernt das Atomkraftwerk Sizewell B. Jon Lacey, der Leiter der lokalen Feuerwehr, beschrieb das Feuer gegenüber dem «Guardian» am Donnerstagabend als «noch nicht vollständig unter Kontrolle».
Die Behörden mussten deswegen einen Grossalarm auslösen. Hunderte Menschen wurden aus dem betroffenen Gebiet evakuiert. Suffolk gilt momentan, genauso wie etwa die Hälfte Englands, als Dürregebiet.
Die Flammen hatten am Donnerstagabend bereits eine Fläche von über 80 Hektar verschlungen. «Wir verfügen aber über ausreichend Ressourcen, um Eigentum und Menschenleben zu schützen», führte Lacey weiter aus. Insgesamt sind rund 90 Feuerwehrleute im Einsatz.
Atomkraftwerk aktuell nicht gefährdet
Trotz der Evakuierung besteht für das Atomkraftwerk Sizewell B momentan noch keine direkte Gefahr. Der Waldbrand beeinträchtige den Betrieb nicht, werde aber genau überwacht, erklärte ein Sprecher der Betreiberfirma. Sizewell B verfüge über einen Notfallplan, der verschiedene Szenarien, darunter auch einen Brand auf dem Gelände, abdecke.
Der Waldbrand in England ist einer von vielen, die im Hitzesommer 2026 in Europa wüten. Besonders schlimm trifft es mehrere Regionen in Frankreich. Auch Schweizer Feuerwehrleute sind dort im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen.
Auch in Spanien, der Türkei und Italien flammen immer wieder neue Feuer auf. Auf der griechischen Insel Paros wurde am Dienstagabend eine Schweizer Familie wegen eines Waldbrandes evakuiert.