Mit diesem Biest bekämpft Frankreich die Waldbrände
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Armee kämpft gegen Feuer:Mit diesem Biest bekämpft Frankreich die Waldbrände

Die aktuelle Situation im Überblick
Waldbrände breiten sich immer mehr in Europa aus

Es ist trocken, heiss und von Regen fehlt jede Spur. In mehreren Regionen Europas breiten sich daher auch rasch Waldbrände aus – Blick liefert dir den Überblick über die Situation.
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In Le Porge, im Südwesten Frankreichs, versuchen Feuerwehrleute die Waldbrände zu löschen, welche bereits zahlreiche Häuser zerstört haben.
Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Extreme Hitze löst in Südeuropa massive Waldbrände aus, vor allem in Frankreich.
  • In Frankreich 250'000 evakuiert, in Spanien 88'000, Italien meldet Brandstiftung.
  • 32'700 Hektar zerstört in Gironde, 130'000 Hektar in Spanien verbrannt.

Bereits mehrere Hitzewellen sind seit Ende Juni über Europa gezogen. Seither reiht sich eine Hitzeperiode an die nächste. In einigen Regionen, besonders in Südeuropa, machen sich nun die Auswirkungen bemerkbar: Viele Gebiete kämpfen gegen Waldbrände. Blick liefert dir die Übersicht über die aktuelle Situation.

Frankreich

In Frankreich sind besonders die südwestlichen Regionen Gironde und Landes von den Feuern betroffen. Der Brand in Gironde hat bisher rund 42'000 Hektar Land und etwa 240 Häuser zerstört, eine örtliche Verwaltungschefin bezeichnete ihn als «XXL-Feuer». In der Region um Bordeaux sind bereits rund 40'000 Hektar Opfer der Flammen geworden.

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Durch anhaltende Winde kann sich der Brand in der Region Gironde immer weiter ausbreiten – zuletzt bewegten sich die Flammen auf die Stadt Bordeaux zu. Am Samstagabend befanden sie sich nur noch etwa 15 Kilometer entfernt, sagte der Bürgermeister. Eine mögliche Evakuierung der Grossstadt ist nicht mehr ausgeschlossen.

Mehrere kleinere Städte in der Nähe der Metropole wurden bereits evakuiert – insgesamt mussten bereits über 220'000 Menschen in der Region Gironde ihr Zuhause verlassen. In der Nacht auf Sonntag wurden mehr als 50'000 Menschen in 23 Gemeinden evakuiert. Leer ist auch das beliebte Touristenziel Cap Ferret. Die Halbinsel wurde bereits vor einigen Tagen evakuiert. Cécile Tagliana, die stellvertretende Generaldirektorin der regionalen Gesundheitsbehörde von Nouvelle-Aquitaine (ARS), erklärte, dass zum Schutz der Bevölkerung, beziehungsweise besonders gefährdeter Personen, 2,5 Millionen FFP2-Masken an die lokalen Behörden verteilt werden. 

Zwei Feuerwehrmänner verloren beim Kampf gegen die Brände ihr Leben, 54 wurden verletzt. In der Region Bordeaux wurden am Samstag im Zusammenhang mit den Bränden drei Männer festgenommen, weil sie «das Leben anderer gefährdet hatten», berichtet «Le Figaro». 

Frankreich hat den Katastrophenschutzmechanismus der EU aktiviert. Unter anderem eilten die Tschechische Republik und die Slowakei mit Black-Hawk-Helikoptern zur Hilfe. Auch Kroatien, Portugal, Schweden, Deutschland und die Schweiz entsandten Löschflugzeuge und Helikopter. Auch das französische Militär wurde aufgeboten.

Unterstützung kommt aus der Schweiz

Wie RTS berichtet, wurden 34 Schweizer Feuerwehrleute, darunter 23 aus Genf, am Samstag nach Bordeaux geschickt, um ihren französischen Kollegen im Kampf gegen die Flammen zu helfen. Im Einsatz stünden dabei elf Fahrzeuge, darunter drei grosse Pumpen und ein Schaumlöschfahrzeug mit hoher Kapazität. Die Feuerwehrleute wurden nach ihrer Ankunft direkt in der Gemeinde Cestas eingesetzt, wie der Feuerwehr- und Rettungsdienst der Stadt Genf mitteilte.

Zusätzlich unterstützt die Schweiz Frankreich mit Armeehelikoptern. Auf Anfrage des französischen Zivilschutzes entsendet die Schweiz voraussichtlich zwei Super Puma Helikopter mit ihren Crews nach Frankreich. Koordiniert wird dies durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), wie die Stellen am Sonntag mitteilten. Geplant ist der Abflug für Dienstagmorgen. Noch wird abgeklärt wo genau die Helikopter in der südfranzösischen Region Var zum Einsatz kommen können. Der französische Innenminister Laurent Nuñez erwähnte am Samstag eine Anfrage in die Schweiz nach vier leichten Helikoptern.

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Spanien

Was zuvor drei einzelne Brände waren, hat sich in Burgohondo, einer Ortschaft nahe Madrid, mittlerweile zu einer riesigen Feuersbrunst zusammengeschlossen. Nur einige Kilometer entfernt, in der Region Ávila, wütet ein weiterer Waldbrand – zusammen haben die Brände fast 45'000 Hektar Land zerstört. Mittlerweile wurden in der Region um Madrid 16 Städte evakuiert oder abgeriegelt, in Ávila sind es 17. Laut Regierungschef Pedro Sánchez wurden in Spanien insgesamt bereits 130'000 Hektare Land zerstört.

Bei einem Waldbrand nahe Valencia im Osten Spaniens ist eine Person ums Leben gekommen. Dabei handelte es sich um einen separaten Brand, unabhängig von den Waldbränden in der Region um Madrid. Mittlerweile konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden, wie das Rathaus von Manises am Samstag auf X mitteilte. 

Die spanische Regierung hat derweilen den nationalen Notstand ausgerufen. Rund 88'000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, weitere 40'000 sind unter Lockdown und dürfen nicht von Daheim fort. Mehrere Länder entsandten Feuerwehrleute und Löschflugzeuge nach Spanien.

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Italien

Im süditalienischen Kalabrien wurden den lokalen Behörden nach mehrere Brände willentlich gelegt – und zwar auf grausame Weise. Unbekannte sollen brennende Tücher um die Schwänze von Katzen gewickelt haben und diese in der Natur ausgesetzt haben. Derzeit brennen in der Region rund 3000 Hektar Land.

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Domenico Costarella, Generaldirektor des Katastrophenschutzes der Provinz, sagte in einem Statement: «Wir haben Brandvorrichtungen gefunden, die das Werk eines nicht nur vorsätzlichen, sondern geradezu gestörten und kriminellen Geistes sind. In einigen Fällen fanden wir unglaubliche Szenen: Katzen, denen mit brennbarer Flüssigkeit getränkte Lappen an den Schwanz gebunden wurden. Diese Katzen wurden anschliessend auf die Felder gejagt, um die Ausbreitung der Brände zu fördern.»

Auch Sizilien leidet unter der Trockenheit, den hohen Temperaturen und starken Winden. Zehn Brandherde sind derzeit auf der Insel aktiv, rund 20'000 Hektar stehen in Flammen. Laut den lokalen Behörden habe man die Situation aber unter Kontrolle.

Schottland

Nicht nur im Süden wüten die Flammen. Auch in den schottischen Highlands im Nordosten des Landes ist die Region rund um den Cairngorms-Nationalpark von Flächen- und Waldbränden betroffen. Ein Blick-Leser in den Schottland-Ferien hat sich aus dem rund 16 Kilometer entfernten Aviemore gemeldet. «Aufgrund der starken Winde wüten schon seit zehn Tagen im Nationalpark ganz eindrückliche Waldbrände», berichtet der Leser. Es sei zwar kühl, aber trocken, wodurch sich die Flammen immer weiter ausbreiteten.

Schon seit zehn Tagen kämpfen über 500 Feuerwehrleute gegen die Flammen rund um den Nationalpark, wie britische Medien berichten. Die Einwohner des nahegelegenen Dorfes Nethy Bridge wurden nach einem Grossalarm der Polizei am Freitagabend evakuiert.

Der First Minister Schottlands, John Swinney, sprach von einer «sehr ernsten Lage». Am Samstag traf sich der Krisenstab der schottischen Regierung, um die Lage bezüglich des Waldbrandes weiter zu überprüfen.

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