Diese Trump-Aussagen bringen Meloni auf die Palme
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«Der Papst mag Kriminalität»:Diese Trump-Aussagen bringen Meloni auf die Palme

Heftiger Streit zwischen Trump und Meloni
So kam es zur Trennung beim «Traumpaar der Rechten»

Zwischen dem einstigen Traumpaar der Rechten, Donald Trump und Giorgia Meloni, kriselt es gewaltig. Ganz überraschend kommt die Eskalation nicht. Immer wieder gab es zuletzt Unstimmigkeiten. Ein Überblick.
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Beim ehemaligen Traumpaar der Rechten fliegen inzwischen deutlich die Fetzen. Das kommt jedoch nicht überraschend, da ihre geopolitischen Positionen kaum unterschiedlicher sein könnten.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trump kritisiert Giorgia Meloni scharf – wegen Iran-Politik und Papst-Unterstützung
  • Italien verweigert US-Kampfflugzeugen Zwischenlandung, Grönland-Streit verschärft Konflikt
  • Italiens Wirtschaft wächst 2026 nur um 0,4 Prozent, Probleme belasten Meloni
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

In einem Interview äusserte sich Donald Trump am Dienstag gegenüber der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera» über Giorgia Meloni (49). «Sie ist inakzeptabel, weil es ihr egal ist, dass der Iran Atomwaffen hat und Italien in zwei Minuten in die Luft jagen könnte», so der US-Präsident. «Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt.» Er sei «schockiert über sie». Am Mittwoch reagierte wiederum Meloni mit einem Seitenhieb. «Ich habe damit gerechnet», zitierten Vertraute die italienische Ministerpräsidentin. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump und Meloni nicht einer Meinung sind.

Streit um den Papst eskaliert öffentlich

Nachdem Trump am vergangenen Sonntag ein KI-generiertes Jesus-Foto von sich auf seinem «Truth Social»-Kanal veröffentlicht hatte, meldete sich auch Meloni zu Wort. Sie stellt sich frontal gegen den US-Präsidenten und kritisiert die Attacken auf Papst Leo XIV. öffentlich als «inakzeptabel».

Der Papst habe jedes Recht, «zum Frieden aufzurufen und jede Form von Krieg zu verurteilen», erklärte Meloni am Dienstag in einem Statement gegenüber italienischen Medien.

Dass sich die italienische Ministerpräsidentin gegen Trump stellt, ist ungewöhnlich. Sie galt schliesslich lange als «Trump-Flüsterin» unter Europas Staats- und Regierungschefs.

Keine Unterstützung in der Strasse von Hormus

Als Trump die Nato-Länder aufforderte, ihn an der Strasse von Hormus zu unterstützen, erteilte auch die italienische Regierung ihm eine Absage.

Verweigerte Zwischenlandung auf Sizilien

Ende März verweigerte Italien mehreren voll beladenen US-amerikanischen B-1-Kampfflugzeugen auf dem Weg in Richtung Nahost die Zwischenlandung zum Tankstopp auf dem Militärstützpunkt Sigonella auf Sizilien.

Berichten aus Regierungskreisen zufolge wurde die Nutzung des Stützpunkts für den Transit in Richtung Iran nicht genehmigt. Die Entscheidung sei vom Verteidigungsministerium in Rom getroffen worden, berichteten italienische Medien.

Spannungen nach Drohungen gegen EU-Staaten

Trumps Drohungen gegen einzelne EU-Staaten, darunter Aussagen über mögliche wirtschaftliche Strafmassnahmen und politischen Druck im Zusammenhang mit Grönland, wurden auch von Meloni nicht gut aufgenommen. Sie bezeichnete die Aussagen als «Fehler». Dies soll sie Trump auch persönlich vorgehalten haben.

«Die Aussagen in Bezug auf den Papst sind inakzeptabel»
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Meloni kontert Trump:«Diese Aussagen sind inakzeptabel»

Unstimmigkeiten bei Gaza-Krieg

Parallel verhärten sich die Fronten zwischen Trump und Meloni auch hinsichtlich des Gaza-Kriegs. Der US-Präsident stellt sich demonstrativ hinter Israel. Meloni geht vorsichtiger vor und setzt die Zusammenarbeit mit Israel teilweise aus. Der Unterschied in der Positionierung könnte kaum grösser sein und vertieft den politischen Graben zwischen beiden weiter.

Unterschiedliche Haltung zu Ukraine-Krieg

Auch im Ukraine-Krieg zeigen sich Unterschiede in der Haltung zwischen Giorgia Meloni und Donald Trump. Während Meloni die Unterstützung für die Ukraine innerhalb der Nato und der EU grundsätzlich weiter mitträgt und als notwendig bezeichnet, verfolgt Trump eine deutlich skeptischere Linie mit Blick auf weitere Hilfspakete und stellt die europäische Lastenverteilung immer wieder infrage.

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