Hier steigt Trump aus der neuen Air Force One aus
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Von Katar geschenkt:Hier steigt Trump aus der neuen Air Force One aus

Grosszügiges Geschenk oder Korruption?
Trump präsentiert von Katar finanzierte Air Force One

Donald Trump weiht seine neue Air Force One ein – ein 400-Millionen-Dollar-Jumbojet, geschenkt vom Golfemirat Katar und begleitet von Korruptionsvorwürfen. Doch Rolex, Gold und andere Geschenke zeigen: Es ist nicht das erste fragwürdige Präsent an den US-Präsidenten.
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Donald Trump präsentiert auf der Joint Base Andrews den von Katar geschenkten Boeing-747-Jumbojet, der künftig als Air Force One dienen soll.
Foto: imago/UPI Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump präsentiert Katars Geschenk: Boeing 747 als neue Air Force One
  • Demokraten kritisieren mögliche Korruption, berufen sich auf US-Verfassung
  • Kosten: Flugzeug für 400 Millionen Dollar, getestet vor Einsatz ab Juli
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Daniel MacherRedaktor News

Donald Trump (80) nennt sie die «grösste Air Force One, die je gebaut wurde» – Kritiker sprechen hingegen von einem fliegenden Korruptionsrisiko. Der US-Präsident präsentierte am Freitag auf der Joint Base Andrews bei Washington einen von Katar geschenkten Jumbojet vom Typ Boeing 747 als künftige Präsidentenmaschine. Die rund 400 Millionen Dollar (knapp 320 Millionen Franken) teure Maschine sei deutlich grösser, schneller und reichweitenstärker als das über 30 Jahre alte Vorgängermodell, schwärmte Trump vor dem in Rot, Weiss und Blau lackierten Flugzeug.

Offiziell ging die Spende an das Pentagon – um Vorwürfen der Bestechlichkeit vorzubeugen. Zunächst soll die Maschine getestet werden, danach könnte sie rechtzeitig zum 250. Unabhängigkeitstag am 4. Juli in die Regierungsflotte aufgenommen werden. Trump kündigte bereits Reisen zum Nato-Gipfel in Ankara und zu einer Konferenz in China an.

Demokraten üben scharfe Kritik

Das Geschenk des ausländischen Partners sorgt in Washington jedoch für heftige Kritik. Demokraten sprechen von «blanker Korruption», Ethik-Experten verweisen auf die sogenannte Foreign Emoluments Clause der US-Verfassung, die Geschenke aus dem Ausland an Amtsträger streng regelt.

Katar weist die Vorwürfe zurück. Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman al-Thani (45) spricht von einer normalen Transaktion zwischen zwei Regierungen. Trump wiederum argumentiert, es wäre «dumm» gewesen, ein kostenloses Flugzeug abzulehnen. Ob grosszügiges Geschenk oder Symbol politischer Abhängigkeit – klar ist: Die alte Air Force One wird einen Platz im Museum erhalten.

Dass Trump Geschenken aus dem Ausland nicht abgeneigt ist, zeigte sich bereits mehrfach:

Rolex und Gold aus der Schweiz

Während schwieriger Zollverhandlungen reiste Anfang November 2025 eine Schweizer Wirtschaftsdelegation ins Oval Office – mit einer Rolex-Tischuhr und einem Goldbarren für Trump. Kurz darauf senkten die USA die Zölle auf Schweizer Waren. Zwei Nationalräte reichten Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft ein. Der Verdacht: Die Luxusgeschenke könnten als Bestechung eines ausländischen Amtsträgers gewertet werden. Die Delegation betont dagegen, die Präsente seien der Präsidentenbibliothek übergeben und mit den zuständigen Ethikstellen abgestimmt worden.

Die Charmeoffensive aus Berlin

Auch Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (70) setzte auf symbolträchtige Geschenke. Das eine Mal hatte er Trump im Weissen Haus eine Kopie der Geburtsurkunde seines Grossvaters aus der Pfalz überreicht, ein anderes Mal bezirzte er den US-Präsidenten mit einem Golfschläger sowie einer Nachbildung des preussisch-amerikanischen Freundschafts- und Handelsvertrags von 1785. Jüngst, beim G7-Gipfel im französischen Évian, folgte ein DFB-Trikot mit dem Namenszug «Trump» und der Nummer 47 – ein Verweis auf seine Amtszeit.

Die tote Eiche aus Frankreich

Emmanuel Macron (48) griff 2018 noch tiefer in die Symbolkiste und pflanzte als Geschenk mit Donald Trump und First Lady Melania (56) eine junge Eiche aus einem nordfranzösischen Wald, in dem im Ersten Weltkrieg mehr als 2000 US-Soldaten gefallen waren. Die Bilder sollten die enge Verbundenheit beider Länder symbolisieren. Doch der Setzling musste kurz darauf in Quarantäne und überlebte diese nicht.

Die symbolträchtige Eiche wurde damit selbst zu einer kurzen Episode der transatlantischen Freundschaft. Die Beziehung zwischen den beiden Amtskollegen verlief seitdem mal besser und mal schlechter. Bis der französische Präsident beim vergangenen G7-Gipfel Trump mit einer eindrücklichen Charmeoffensive um den Finger wickeln konnte. Wie lange die Bromance anhalten wird, bleibt abzuwarten.


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