Darum gehts
- Kim Jong-un eröffnet in Nordkorea Museum für Auslandseinsätze
- Hochrangige russische Delegation unterstreicht enge Beziehungen zu Nordkorea
- Über 10'000 nordkoreanische Soldaten kämpften seit 2025 in Kursk
Propagandavideos des nordkoreanischen Fernsehens KCTV inszenierten die Einsätze — patriotische Soldaten, die ehrfürchtig ihre Pflicht gegenüber Staatsoberhaupt Kim Jong Un (42) erfüllen. Vor über einem Jahr schickte Nordkorea über 10'000 Soldaten in die Region Kursk, um aufseiten Russlands zu kämpfen.
Kim nutzt jeden Anlass, um sich als fürsorglicher «Vater der Nation» zu inszenieren. Emotionale Zeremonien für gefallene Soldaten und ihre Hinterbliebenen sind dabei fest im Propagandaapparat verankert.
Am Montag, anlässlich des Jahrestags der Rückeroberung von Kursk, setzte Kim die Tradition fort. Wie die staatliche Nachrichtenagentur von Nordkorea KCNA berichtete, weihte er am Sonntag ein Museum für Kampfheldentaten bei Auslandseinsätzen ein.
Für die pompöse Zeremonie waren laut KCNA-Bericht auch hochrangige russische Delegierte angereist, darunter Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin (62). Nordkorea und Russland nutzten die Gelegenheit, um sich gegenseitig zu huldigen und der Entwicklung ihrer Beziehung «ewige Lebenskraft» zu verleihen.
Immer wieder sorgen umstrittene Gedenkstätten für Aufsehen. Diese musst du kennen:
Aserbaidschans Disney-Land des Schreckens
Sechs Monate nach dem Ende des Berg-Karabach-Kriegs im Jahre 2020 öffnete der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew (64) die Tore zu einem Museum, das die Geschichte des Kriegs festhalten sollte. Wie ntv berichtete, wurden darin jedoch hauptsächlich die gefallenen Soldaten der armenischen Gegenseite verhöhnt.
Der umstrittene Yasukuni-Schrein in Tokyo
Der Yasukuni-Schrein in Tokyo soll an die Verstorbenen erinnern, die in Kriegen für das japanische Kaiserreich gefallen sind. Allerdings befinden sich darunter auch verurteilte Kriegsverbrecher. Laut dem Omline-Portal Watson lösten Schreinbesuche durch japanische Politiker daher schon mehrfach Kontroversen aus.
Stalin sitzt mit Lenin im Park
Der litauische Grūtas Park ist ein Ort für die ganze Familie. Wie der «Spiegel» berichtete, ist der skurrile Themenpark erfüllt von Sowjet-Nostalgie. Der Park ist gefüllt mit Soldatenstatuen und aus Dutzenden Lautsprechern wird russische Musik gespielt. Das Highlight: eine riesige Stalin-Statue für das Erinnerungsfoto.