Darum gehts
- Kim Jong Un überwacht Raketentests auf Zerstörer «Choe Hyon» Westküste Nordkoreas
- Zwei Marschflugkörper flogen 132 Minuten, drei Anti-Schiffsraketen 33 Minuten
- Nordkorea plant Ausbau nuklearer Abschreckung mit zwei neuen Zerstörern
Seit Monaten führt Nordkorea immer wieder Raketentests durch. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA handelt es sich bei den abgefeuerten Geschossen um strategische Marschflugkörper und Anti-Schiffsraketen. Abgefeuert wurden sie vom Zerstörer «Choe Hyon».
Finden grossangelegte Tests statt, lässt sich das Machthaber Kim Jong Un (42) in der Regel nicht entgehen. Veröffentlichte Bilder zeigen, wie der 42-Jährige den Zerstörer begutachtet und sich mit seinen Generälen austauscht. Es hiess, man wolle das integrierte Waffenkommandosystem des Schiffs überprüfen – deshalb seien zwei strategische Marschflugkörper und drei Anti-Schiffsraketen in abgefeuert worden.
Ziele «ultra-präzis getroffen»
Zudem wolle man die Besatzung ausbilden und die Genauigkeit der Systeme überprüfen. Die Marschflugkörper waren laut KCNA rund 7869 bis 7920 Sekunden in der Luft (132 Minuten), während die Anti-Schiffs-Raketen etwa 1960 bis 1973 Sekunden über den Gewässern vor der Westküste des Landes flogen (33 Minuten). Beide Systeme hätten ihre Ziele mit «äusserst hoher Präzision» getroffen. Am selben Tag sei Kim zudem über die Pläne für zwei weitere im Bau befindliche Zerstörer informiert worden. Er habe betont, dass der Ausbau der nuklearen Abschreckung weiterhin oberste Priorität habe.
Bereits im April 2025 erprobte Pjöngjang Waffensysteme auf der «Choe Hyon»-Klasse. Wie immer hiess es vom Regime, die Tests seien ein «voller Erfolg» gewesen. Nordkorea betrachtet das Nachbarland Südkorea als seinen Erzfeind und droht dem Land immer wieder mit einem «vollständigen» Kollaps.