Darum gehts
- Kim Jong Un erklärt Nordkorea zur unumkehrbaren Atommacht und verschärft Rhetorik
- Südkorea laut neuer Verfassung permanenter Feind, USA als «Imperialisten» bezeichnet
- Nordkorea entsandte Tausende Soldaten nach Russland, unterstützt Moskau im Ukraine-Krieg
Mit scharfen Worten und demonstrativer Härte meldet sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (42) zurück auf der Weltbühne. In einer Rede vor dem Parlament versprach der 42-Jährige mehr Konfrontation, mehr Atompolitik und weniger Dialog.
Kim bezeichnete das Nachbarland Südkorea in seiner Rede als den «feindseligsten» Staat und warf den USA «Staatsterrorismus und Aggression» vor.
«Unumkehrbarer Atomstatus»
Dabei deutete er an, Nordkorea wolle eine aktivere Rolle in einer globalen Front gegen Washington übernehmen.
Kim liess keinen Zweifel daran, dass er den nuklearen Status seines Landes als «unumkehrbar» betrachtet. «Die Würde der Nation, ihre nationalen Interessen und ihr endgültiger Sieg können nur durch die stärkste Macht gewährleistet werden», sagte er Medienberichten zufolge. «Die Regierung unserer Republik wird unseren unumkehrbaren Status als Atommacht weiter festigen.»
Südkorea als «permanenter Feind»
Die Rede steht im Einklang mit Kims Kurs der letzten Jahre, als er 2024 erklärte, das Ziel einer friedlichen Wiedervereinigung mit Südkorea aufzugeben. Laut nordkoreanischen Staatsmedien hat die oberste Volksversammlung nun eine überarbeitete Verfassung verabschiedet, die Südkorea als permanenten Feind festschreibt.
Details zu den Änderungen wurden nicht veröffentlicht. Kim betonte zudem Nordkoreas militärische Fortschritte und sprach von einer «richtigen Wahl», um sich gegen «hegemoniale Bestrebungen gangsterartiger Imperialisten» zu wehren.
Nach dem Scheitern seines zweiten Gipfeltreffens mit Donald Trump 2019 hatte Kim alle Gespräche mit Washington und Seoul abgebrochen.