Darum gehts
- Kim Jong Un droht Südkorea mit «vollständigem Kollaps» bei Sicherheitsbedrohung.
- USA könnten Dialog führen, falls Nordkoreas Atomstatus akzeptiert wird.
- Parteikongress Nordkoreas tagt alle fünf Jahre, letzter im Februar 2026.
«Feindlichster Feind», «plumpe Täuschung», «Status akzeptieren»: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (41) ist Mitte Woche beim Parteikongress in Pjöngjang aufgetreten und hat mit mehreren Aussagen für Aufsehen gesorgt.
Der 41-Jährige drohte Südkorea mit einem «vollständigen Kollaps», falls die Sicherheit seines Landes bedroht wäre. Zudem wies er die Annäherungsversuche der südkoreanischen Regierung unter Präsident Lee Jae Myung (62) als plumpe Täuschung zurück, wie Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet.
«Koexistenz steht nichts im Wege»
Kim machte die Äusserungen zum Abschluss eines Parteikongresses, der alle fünf Jahre tagt und als höchstes politisches Entscheidungsorgan des Landes gilt. Dabei bezeichnete er Südkorea als «feindlichsten Feind».
Gegenüber den USA signalisierte er grundsätzliche Dialogbereitschaft. Sollten die Vereinigten Staaten ihre «feindselige Politik» aufgeben und Nordkoreas Status als Atommacht akzeptieren, stünde einer friedlichen Koexistenz nichts im Wege, sagte Kim.
«Die Aussichten der Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA hängen vollständig von der Haltung der Vereinigten Staaten ab», so Kim weiter. Er hatte US-Präsident Donald Trump während dessen erster Amtszeit mehrfach getroffen, darunter bei Gipfeltreffen in Singapur (2018) und im vietnamesischen Hanoi (2019).