Darum gehts
- Al-Hammami soll einen Flydubai-Jet nach Tel Aviv sabotiert haben
- Die VAE verhören zwei Malediver-Piloten; ihre Rolle ist unklar
- Oman Air sperrte ihn 2024; er nannte Gaza und Märtyrertum
Handelte der omanische Terror-Copilot alleine? Laut aktuellem Stand der Ermittlungen soll Hamam Al-Hammami (29) Ende September versucht haben, eine Boeing 737 Max der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv zum Absturz zu bringen. Der Copilot selbst soll bei einem Verhör angegeben haben, alleine gehandelt zu haben.
Ob das jedoch tatsächlich stimmt, bleibt unklar. Wie jetzt nämlich bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate VAE am Samstag zwei weitere Piloten von Flydubai zum Verhör vorgeladen. Das berichtete das Flugmagazin «Aerotelegraph». Die beiden Piloten stammen laut dem Bericht von den Malediven und arbeiten noch nicht besonders lange für die Fluggesellschaft aus Dubai.
«Ich wollte als Märtyrer sterben»
Die Regierung der Malediven hat die Verhöre der beiden bestätigt. Warum genau sie vorgeladen wurden und ob ihnen tatsächlich eine Mitschuld an der Terrorattacke vorgeworfen wird, ist noch nicht bekannt. Bisherige Befragungen von Flydubai-Personal haben keine Verbindungen zu Al-Hammami aufgedeckt.
Der omanische Copilot war schon Jahre vor einem vereitelten Terroranschlag wegen extremistischer Ansichten aufgefallen. Die Fluggesellschaft Oman Air bereits im Jahr 2024 die Flugerlaubnis entzogen und ihn suspendiert. Grund: Er war beim Aufrufen radikal-islamischer Webseiten erwischt worden. Trotzdem konnte er scheinbar problemlos bei Flydubai anheuern.
Während seines Verhörs durch die Behörden der VAE habe Al-Hammami angegeben, mit seiner Attacke «Gaza rächen» und «als Märtyrer sterben» zu wollen. Er befindet sich derzeit in Haft.