Darum gehts
- Flydubai-Flug FZ1073 musste am 30. September 2026 notlanden in Saudi-Arabien
- Co-Pilot verletzte Piloten mit Messer, Zahnarzt rettete dessen Leben
- Über 150 Passagiere an Bord
«Er hat ein Messer! Er hat ein Messer!» Dieser Schrei einer Frau zerreisst die Stille an Bord von Flydubai-Flug FZ1073. Die Maschine ist am 30. September 2026 von Dubai nach Tel Aviv unterwegs. Plötzlich sackt das Flugzeug ab. Ein dramatischer Überlebenskampf beginnt. Zahnarzt Shota Musayev (47) wird dabei zum Helden.
Musayev sitzt mit seiner Frau auf dem Rückweg einer China-Reise in Reihe 13. «Ich spürte einen starken Sinkflug», erzählt er gegenüber «Bild». «Dann merkte ich, dass etwas nicht stimmte.» Der Israeli rennt zum Cockpit und blickt auf eine Horror-Szene: Der indische Pilot Smith Machchhari liegt blutüberströmt am Boden. «Sein Gesicht und seine Hände waren voller Blut», erinnert sich Musayev.
Passagier überwältigt Co-Pilot
Der Co-Pilot attackierte den Kapitän zuvor mit einem Messer. Ein anderer Passagier überwältigt den Täter rechtzeitig und fesselt ihn mit einem Kabel. «Für mich ist dieser Mann der wahre Held», so Musayev. Der Zahnarzt kümmert sich sofort um den schwer verletzten Piloten. «Ich sah sofort, dass er verblutete», sagte er.
Mit Kleidern und Stofffetzen improvisieren Musayev und andere Passagiere Druckverbände. «Das Blut kam nicht nur aus dem Arm, sondern auch aus dem Kopf. Wir mussten sofort handeln», schilderte er. Fast eine Stunde lang redet Musayev auf den Verletzten ein, um ihn bei Bewusstsein zu halten. Die Worte des Kapitäns bleiben unvergessen: «Er hat die ganze Zeit gebetet, dass das Flugzeug sicher landet und die Menschen überleben.»
Zwei Piloten als Passagiere
Das Wunder vom Cockpit: Zwei weitere Piloten sind zufällig als Passagiere an Bord. Sie übernehmen die Kontrolle und landen die Maschine sicher in Saudi-Arabien. «Wir hatten unglaubliches Glück», sagte Musayev.
Zurück in Tel Aviv empfängt ihn sein Schwiegervater am Flughafen – und hält den Moment live auf Facebook fest. Für Musayev steht fest: «An diesem Tag war unser Tod offenbar nicht vorgesehen.»