Darum gehts
- Trump soll Katar zu Boeing-Geschenk gedrängt haben, laut Ex-CIA-Agent
- 325 Mio. Franken kostete der Umbau des Jets bisher
- Trump plant private Nutzung nach zweiter Amtszeit, trotz Korruptionsvorwürfen
«The Art of the Deal» – auch beim Schenken: Übte US-Präsident Donald Trump (80) Druck auf Katar aus, um an die neue Air Force One zu gelangen?
Das legen Aussagen des früheren CIA-Agenten John Kiriakou (61) in seinem Podcast «Briefing Room» nahe. Das Fachportal «Flugrevue» berichtete als Erstes über die brisanten Informationen des Ex-CIA-Mitarbeiters.
Trump soll laut dem Geheimdienstler bei einer Reise im vergangenen Jahr aggressiv um das Geschenk gebeten haben. Dem katarischen Herrscherhaus soll das nicht gefallen haben. Ein Mitglied der Herrscherfamilie habe gegenüber Kiriakou geäussert, man sei über diese Anfrage brüskiert gewesen.
Was passiert mit neuer Air Force One nach Trumps zweiter Amtszeit?
Nur: Im arabischen Raum sei es nicht üblich, die Wünsche eines Gastes auszuschlagen, so Kiriakou weiter – weshalb die Kataris Trumps Wunsch nachgekommen seien.
Katar deklarierte die Boeing 747-8 als Geschenk an das amerikanische Volk. Trump soll aber erklärt haben, die Maschine nach Ende seiner zweiten Amtszeit privat weiternutzen zu wollen.
Trump kontert Korruptionsvorwürfe
Rund 325 Millionen Franken hat der Umbau des Jets bereits gekostet. Wegen Sicherheitslücken sind die Arbeiten aber noch nicht abgeschlossen.
Nach Erhalt des Flugzeugs hatte Trump Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen. Es wäre «dämlich» gewesen, das Angebot abzulehnen, argumentierte der Republikaner.
Im Juli hatte Trump die neue Air Force One nach Drohungen aus dem Iran am Flughafen in Ankara über einen Catering-Lastwagen verlassen. Anschliessend reiste er mit einer Militärmaschine aus der Türkei nach Grossbritannien.