Darum gehts
- Influencerin deckt versteckte 10%-Trinkgeldgebühr in italienischem Restaurant auf
- Unwissentlich zahlte Carla Roncarà 48 Euro extra für «freiwillige Beiträge»
- Blinder Rentner in Wien um 4600 Franken betrogen
Eigentlich hat die Influencerin Carlotta Roncarà eine klare Meinung, wenn es um Trinkgeld geht. Sie wäre die Erste, die Kellnerinnen und Kellner für ihre gute Arbeit damit belohnt. Dass ihr ein Hotelrestaurant in Forte dei Marmi heimlich 10 Prozent für «freiwillige Beiträge» auf die Rechnung setzte, ging ihr jedoch zu weit.
«Kontrolliert immer die Rechnung, bevor ihr sie bezahlt.» Mit diesem Ratschlag meldete sich die Italienerin am vergangenen Sonntag bei ihren 360'000 Followern. Nach einem Abendessen mit mehreren Personen in der italienischen Provinz Lucca hatte sie dem Restaurant unwissentlich umgerechnet fast 45 Franken Trinkgeld hinterlassen. In ihrem Post blendet sie die Rechnung sichtlich irritiert ein.
Ist das legal?
Als sie den ungewöhnlichen Posten bemerkte, meldete sie sich nochmals bei dem Restaurant. Daraufhin habe man ihr erklärt, dass sie den Betrag durch die Bezahlung stillschweigend akzeptiert habe. Dass sie nicht aktiv nach dem Trinkgeld gefragt wurde, passt der Influencerin gar nicht: «Als Kunden haben wir das Recht, genau zu wissen, wofür wir bezahlen.» Auch stellt sie sich die Frage, ob das Geld wirklich an das Servicepersonal geht.
In den Kommentaren stellten sich viele User die Frage, ob das Vorgehen des Restaurants überhaupt legal sei. «Ich hätte das Geld zurückgefordert. Das ist eine subtile Form von Diebstahl», meint ein Nutzer. Andere geben an, dass ein integriertes Trinkgeld in vielen Ländern üblich sei.
Auch andere Restaurantbesucher wunderten sich schon über versteckte Gebühren oder wurden unwissentlich von Restaurants abgezockt.
Balkan-Grill zockt Rentner ab
Laut einem Bericht der «Kronen Zeitung» wurde ein blinder Rentner im Mai von einem Wiener Balkan-Grillhaus um umgerechnet gut 4600 Franken gebracht. Dass der 71-jährige Mann blind war und mit Karte bezahlte, nutzte das Grillhaus schamlos aus. Bei insgesamt sieben Besuchen wurden ihm immer höhere Beträge für einzelne Mahlzeiten verrechnet.
Das berüchtigtste Restaurant auf Mykonos
Das griechische Strandrestaurant DK Oyster in Mykonos ist als absolute Touristenfalle bekannt. Laut den Bewertungen auf der Plattform Tripadvisor besteht die Masche der Betreiber darin, dass den Gästen die Preise oft nicht mit der Menükarte angezeigt werden. Im Nachhinein bezahlten viele für ein einziges Getränk um die 50 Euro. Im Jahr 2019 konnte es ein US-Tourist kaum glauben, als er und seine Freunde für ein Zmittag über 800 Euro zahlen mussten.
Die Handtaschen-Gebühr
Im Jahr 2025 sorgte ein Restaurant auf der spanischen Insel Ibiza mit einer kuriosen Zusatzgebühr für Aufsehen. Bei einem Besuch wurden die Handtaschen von drei Gästen aufgehängt – die Kellnerin bestand darauf. Im Nachhinein wurde der Service für insgesamt 12 Euro verrechnet.