Darum gehts
- Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brannte die Raffinerie Nowokujbyschewsk im Gebiet Samara
- Laut Kyiv Independent war es der erste Angriff auf russische Energieanlagen seit zwei Wochen
- Die ukrainische Marine meldete zwei zerstörte russische Kampfflugzeuge auf dem Flugplatz Marinowka
Grosse Rauchsäulen schrauben sich in der Nacht auf Freitag im Südwesten Russlands in die Höhe. In der Ölraffinerie Nowokujbyschewsk im Oblast Samara ist infolge eines Drohnenangriffs ein Feuer ausgebrochen. Das berichten mehrere ukrainische Medien übereinstimmend. Fotos und Videos auf den sozialen Medien sollen das Ausmass des Brandes auf dem Gebiet zeigen.
Die Raffinerie war bereits im August Ziel früherer ukrainischer Drohnenangriffe gewesen. Wie «Focus» schreibt, verarbeitet die Anlage etwa 8,8 Millionen Tonnen Rohöl und produziert etwa Flugbenzin, Benzin und Diesel. Der Gouverneur der Region Samara bestätigte den Drohnenangriff.
Erste Energie-Angriffe seit Trumps Waffenstillstand
Laut der ukrainischen Zeitung «Kyiv Independent» ist die aktuelle Attacke der erste Angriff auf russische Energie-Infrastruktur seit zwei Wochen. Mitte Oktober verkündete US-Präsident Donald Trump (80) einen Energie-Waffenstillstand zwischen Kiew und Moskau. Beide Seiten wussten zuvor nichts davon.
Dennoch äusserte sich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) damals positiv über das Vorhaben. «Wenn die Russen einem Waffenstillstand im Energiesektor zustimmen, wird auch die Ukraine zustimmen.» Noch am Tag von Trumps Ankündigung meldete Selenski auf der Plattform X jedoch bereits wieder russische Angriffe auf ukrainische Kraftwerke. Jetzt scheint sich auch die Ukraine nicht mehr an den Energie-Waffenstillstand halten zu wollen.
Die Ölraffinerie in Samara war in der Nacht auf Freitag nicht das einzige Ziel ukrainischer Angriffe. Laut «T-Online» hat die Marine Kiews nach eigenen Angaben zwei russische Kampfflugzeuge auf dem Militärflugplatz Marinowka im südrussischen Gebiet Wolgograd zerstört.