Darum gehts
- Trump verkündete am Sonntag eine Energie-Waffenruhe
- Selenski meldet danach neue russische Angriffe
- In Kiew fiel Strom aus, später traf es Charkiw
Ist Donald Trumps (80) angekündigter Energie-Waffenstillstand bereits wieder Geschichte? Auf der Plattform X klagt der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) über neue russische Angriffe auf kritische Energie-Infrastruktur am Sonntag. «Die Russen haben ein Kraftwerk in Kiew mit einer abgeschossenen Drohne angegriffen und in vielen Bezirken der Hauptstadt kam es zu Stromausfällen», schrieb Selenski im Rahmen eines Beitrags über ein Gespräch mit Ursula von der Leyen (68), Präsidentin der Europäischen Kommission.
«Später folgten Angriffe auf Energieanlagen in der Region Charkiw», führt der Präsident weiter aus. «All dies geschah, nachdem der Präsident der Vereinigten Staaten seine Erklärung zu einem Energie-Waffenstillstand abgegeben hatte.»
Kiew und Moskau wussten von nichts
Trumps Verkündung eines Energie-Waffenstillstandes hatte beide Kriegsparteien überrascht. Russland hat sich bisher offiziell noch nicht zur Ankündigung geäussert. «Wir alle wissen, dass Trump oft versucht, steigende Ölpreise zu verhindern. Ich weiss nicht, wie viel davon der Realität entspricht», meinte jedoch ein russischer Abgeordneter laut dem Portal «Ukrainian National News».
Auch Selenski wusste von dem Deal zur Waffenruhe nichts. «Die Mitteilung über den Waffenstillstand war für mich eine Neuigkeit», sagte er nach Trumps Post zu einem Reporter von Axios. Zustimmen wolle er dem Deal trotzdem. «Wenn die Russen einem Waffenstillstand im Energiesektor zustimmen, wird auch die Ukraine zustimmen.»
Neben Kraftwerken geriet am Sonntag auch zivile Infrastruktur ins Visier der russischen Streitkräfte. Laut ukrainischen Behörden starben in Charkiw drei Menschen, als Geschosse einen Lebensmittelladen in einem Vorort der Stadt trafen. Neun weitere wurden verletzt.