Blick-Leser hässig auf Buchungsportal Agoda
«Man hat uns in ein gesundheitsgefährdendes Schimmelzimmer mit Kakerlaken gesteckt»

Statt in einer luxuriösen Villa wird ein Schweizer Paar zunächst in einer Bruchbude untergebracht. Schlimmer noch: Nach dem Auschecken eskaliert die Situation weiter. Die Buchungsplattform Agoda lässt eine Anfrage unbeantwortet.
Kommentieren
1/11
Es sollten Traumferien auf der indonesischen Insel Nusa Penida werden. Doch für Loris T. und seine Partnerin wurde die erste Nacht zum Albtraum.
Foto: Pexels

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Paar erlebt Horror-Urlaub auf Nusa Penida in Indonesien
  • Hotelbesitzer bedrohen Gäste, Flucht auf Roller
  • Agoda geizt bei Rückerstattung: nur 10 Franken für die Ferienkatastrophe
RMS_Portrait_AUTOR_250.JPG
Marian NadlerRedaktor News

Loris T.* ist fassungslos. «Meine Partnerin und ich wurden in den Ferien Opfer eines dreisten Hotel-Scams über Agoda», meldet er Blick am Freitag. Agoda ist eine Buchungsplattform für Hotels im Netz.

Was er schildert, tönt nach absolutem Ferien-Horror. «Man hat uns in ein gesundheitsgefährdendes Schimmelzimmer mit Kakerlaken unter einer falschen Adresse gesteckt.» Eigentlich hatten sie eine luxuriöse Villa auf der indonesischen Insel Nusa Penida gebucht, stattdessen landeten sie in einer Bruchbude.

«Mit No-Show-Gebühren bedroht»

«Bei der Ankunft am Donnerstag sagten sie, das gebuchte Hotel hat heute keinen Platz mehr. Dafür haben sie uns in ein benachbartes Apartment eines anderen Anbieters gebracht.» T. war mit den schlimmen Zuständen in der Ersatzunterkunft aber nicht einverstanden. Er wandte sich an den Kundensupport. Mehr als vier Stunden lang schrieb und telefonierte er bis tief in die Nacht. Ohne zufriedenstellendes Ergebnis.

Der Kundensupport weigerte sich laut T. vehement zu helfen. «Stattdessen wurde ich mit No-Show-Gebühren bedroht.»

Flucht vor aggressiven Hotelbesitzern

Damit nicht genug: Als T. und seine Partnerin am Freitag ins richtige Hotel einchecken durften, wurde ihnen die Nacht im Ersatzhotel trotz Rückerstattungsforderung in Rechnung gestellt. T. meldete sich erneut beim Kundensupport. Am Ende sei eine «lächerliche» Rückerstattung in Höhe von umgerechnet etwas mehr als 10 Franken erfolgt.

Und es wurde nicht besser: Als T. und seine Freundin am Samstag auschecken wollten, bauten sich laut ihm plötzlich die Besitzer von beiden Unterkünften vor ihnen auf. Sie verlangten Geld für die Übernachtung im schmuddeligen Hotelzimmer. «Wir lehnten ab, dann drohten sie uns.»

Einer der beiden soll mit seiner Gang gedroht haben. Sie könnten die Insel nicht verlassen, habe er gesagt. Das Schweizer Paar ergriff letztlich die Flucht. «Wir ignorierten ihn, stiegen auf den Roller und wollten gehen. Er griff zu einem Stein und warf ihn nach uns, als wir losgefahren sind.»

Passagieransturm führt zu stundenlangem Einreise-Chaos
1:03
Mieser Ferienstart:Am Flughafen Bangkok herrscht Mega-Chaos

Auch diesen Vorfall hat T. an Agoda gemeldet. Eine Antwort? Bisher Fehlanzeige.

Anfrage bleibt unbeantwortet

Auch gegenüber Blick hat sich Agoda bislang nicht geäussert. Mehrere Tage sind vergangen – eine Antwort auf eine Anfrage gab es bisher nicht.

Ein kurzer Blick auf Bewertungsportale zeigt: Die zu Booking gehörende Firma geniesst einen zweifelhaften Ruf. «Reine Abzocke – Agoda schützt betrügerische Hotels», liest man etwa auf Trustpilot. «Wir werden nie wieder über Agoda buchen und wollen davor warnen», schreibt auch eine Nutzerin auf Tripadvisor.

* Name geändert 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen