Acht Minuten unter Wasser
Mädchen (†4) ertrinkt während Italien-Ferien – Ermittlungen gegen Vater

Tragödie in Milano Marittima: Die vierjährige Magdalena aus Österreich ertrank während ihrer Sommerferien im Hotelpool. Der Vater hatte sie kurz in der Spielecke allein gelassen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
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Die vierjährige Magdalena ertrank in diesem Hotelpool (Archivbild).
Foto: Google maps

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Vierjährige Magdalena K. (†) ertrank am 19. Juli in italienischem Hotelpool
  • Sicherheitsvorschriften missachtet: Pool war geschlossen, Zugangstor trotzdem offen
  • Ermittler: Kind war sieben bis acht Minuten im Wasser, Vater angezeigt
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Janine EnderliRedaktorin News

Ein schrecklicher Unfall erschüttert den italienischen Ferienort Milano Marittima an der Adriaküste. Die vierjährige Magdalena K.* (†) aus Österreich ist am Sonntag im Pool einer Hotelanlage ertrunken.

Wie die italienische Zeitung «Corriere della Sera» berichtet, hatte ihr Vater die Kleine in der Spielecke des Hotels zurückgelassen, während er kurz ins Zimmer ging. Als er zurückkehrte, war es bereits zu spät.

Aus Spielecke weggelaufen

Die Überwachungskameras des Hotels dokumentierten die tragischen Minuten: Magdalena spielt zunächst in der Spielecke. Als ein Gast durch die Tür geht und diese vom Sensor geöffnet wird, verlässt sie den Bereich durch die Tür. Sie geht nach draussen, begibt sich zur verschlossenen Poolanlage und schafft es, den Eingang zu öffnen. Dann verschwindet sie aus dem Blickfeld der Kameras.

Eine Gruppe Jugendlicher fand schliesslich das Mädchen regungslos im Wasser. Die Teenager schlugen sofort Alarm. Ein herbeigeeilter Arzt versuchte vergeblich, Magdalena wiederzubeleben. 

Unglück passierte am letzten Tag

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen sieben bis acht Minuten im Wasser war. Nach Angaben der Behörden war der Pool zum Zeitpunkt des Unfalls geschlossen. Das Zugangstor hätte laut Sicherheitsvorschriften abgeschlossen sein müssen.

Magdalenas Familie verbringt laut Berichten seit Jahren ihre Sommerferien in dem italienischen Ferienort. Am Abend des Unglückstags sollten sie eigentlich abreisen.

Elfjährige von Abflussrohr angesaugt

Die Staatsanwaltschaft Ravenna hat gegen den Vater ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Vernachlässigung von Minderjährigen eingeleitet. Zudem wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eröffnet. Die zuständigen Behörden prüfen zudem die Sicherheitsvorkehrungen in der Hotelanlage. Besonders im Fokus steht der Poolbereich, der hätte abgeschlossen sein müssen.

Bereits vergangene Woche erschütterte ein Badeunfall Italien. Die elfährige Alice starb, nachdem sie von einem Abflussrohr angesaugt worden war. Die Italienerin hatte sich mit den Haaren verfangen und konnte sich nicht mehr befreien. Ein Bademeister sprang noch ins Wasser und schnitt Alices Haare mit einer Schere ab. Doch es war bereits zu spät. Nach zwei Tagen im Koma verstarb die 11-Jährige. 

* Name bekannt 


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