Schreckensfund in Italien
Familie lebte monatelang mit Leiche von Schweizerin (†65)

In einem Bauernhaus in Troviggiano di Cingoli fanden Carabinieri im Juni die mumifizierte Leiche einer 65-jährigen Schweizerin. Die Frau war seit über zwei Monaten tot, ohne dass ihr Ehemann oder Sohn Hilfe suchten.
Carabinieri fanden die Leiche der Schweizerin. (Symbolbild)
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 65-jährige Schweizerin tot in italienischem Bauernhaus entdeckt, seit Monaten verstorben
  • Ehemann lebte zwei Monate mit Leiche, behauptete sie sei einkaufen
  • Autopsie läuft, Ehemann und behinderter Sohn ins Spital Jesi gebracht
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Ein tragischer Fund erschütterte die italienische Kleinstadt Troviggiano di Cingoli: In einem abgelegenen Bauernhaus entdeckten Carabinieri und Feuerwehr Mitte Juni die mumifizierte Leiche einer 65-jährigen Frau. Nach Berichten von «Il Resto del Carlino» lag die ursprünglich aus der Schweiz stammende Frau bekleidet und mit einem Laken bedeckt in ihrem Bett – zu diesem Zeitpunkt war sie jedoch bereits seit über zwei Monaten tot.

Die Behörden wurden auf die Familie aufmerksam, nachdem die psychische Gesundheitsbehörde von Jesi, einer Stadt an der Ostküste des Landes, den Fall des behinderten 43-jährigen Sohns meldete. Er erschien seit Wochen nicht mehr zu seinen Therapieterminen.

Familie lebte abgeschottet

Zeitgleich schlug eine Nachbarin Alarm, da die Frau, die das Haus stets nur in Begleitung ihres Mannes verliess, schon lange nicht mehr gesehen worden war. Sozialarbeiter und Polizei suchten darauf das Haus auf. Auf die Frage nach seiner Frau gab der 74-jährige Ehemann an, sie sei einkaufen.

Nach ersten Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf Gewalteinwirkung. Eine Autopsie soll die genaue Todesursache klären. Der Ehemann und der schwerbehinderte Sohn wurden ins Spital nach Jesi gebracht, wo ihr Zustand untersucht wird.

Wie die Lokalzeitung weiter berichtet, lebte die Familie abgeschottet und ohne Unterstützung von Sozialdiensten. Der ehemalige Kellner und seine Frau hatten keinen Hausarzt, und der Kontakt zur Aussenwelt war minimal. Der Sohn schien den Verlust seiner Mutter nicht zu begreifen, während der Ehemann offenbar nicht in der Lage war, sich von seiner toten Frau zu trennen. Die Ermittlungen dauern an.

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