Störsender, Rückspiegel-Trick, Eierwurf – wer ins Ausland fährt, sollte vorsichtig sein
Die fiesen Maschen der Autodiebe

Die Sommerferien locken viele Schweizer ins Ausland – oft mit dem Auto. Doch aufgepasst: Kriminelle haben es auf deinen Wagen und deine Wertsachen abgesehen. Diese perfiden Tricks musst du kennen.
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Eine Reise mit dem Auto kann idyllisch sein – oder gefährlich.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Autodiebe nutzen im Ausland Tricks wie Störsender, Reifen- und Spiegel-Maschen
  • TCS rät zu Vorsicht: Auto immer abschliessen, Schlüssel sicher aufbewahren
  • 2024 nutzten 34,4 Prozent der Schweizer ihr Auto für Ferien
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Marian NadlerRedaktor News

Sommerzeit bedeutet für viele Schweizerinnen und Schweizer Ferienzeit. Neben dem Flugzeug setzen sich Herr und Frau Schweizer für einen Trip ins Ausland auch gerne ins Auto. 34,4 Prozent der Befragten gaben 2024 in einer repräsentativen Umfrage des Vergleichsportals Comparis an, das Auto für ihre Ferien zu nutzen.

Im Ausland gilt es mitunter aufmerksam zu sein. Und das nicht nur beim Fahren, sondern auch bei Zwischenstopps. Denn: Autodiebe haben es auf ahnungslose Reisende abgesehen. 

Aktuell warnt die italienische Polizei vor Diebstählen an Raststätten in der Region Friaul-Julisch Venetien. Das berichtet das Nachrichtenportal Diario FVG. Blick erklärt dir die bekanntesten Maschen der Kriminellen im Ausland und erklärt, wie man nicht zum Opfer wird.

Störsender

Zu den am häufigsten von kriminellen Banden angewandten Methoden gehört der Einsatz von Störsendern, die das Signal der Fernbedienung behindern. Der Fahrer oder die Fahrerin nimmt an, der Wagen sei abgesperrt, doch dem ist durch den «Jammer» nicht so. Die Türen bleiben offen. Und schon können sich die Diebe Gepäck und Wertsachen schnappen.

Reifen

Eine weitere von der italienischen Autobahnpolizei gemeldete Methode funktioniert so: Die Täter stechen einen oder mehrere Reifen auf und zwingen die Fahrerin und den Fahrer so, kurz darauf anzuhalten. Anschliessend nähern sie sich, geben vor, Hilfe anbieten zu können, und nutzen die Ablenkung des Opfers aus, um Geld, Schmuck, Dokumente und andere persönliche Gegenstände zu stehlen.

Spiegel

Auch der Spiegeltrick ist mittlerweile zu einer bekannten Masche geworden. Betrüger gaukeln den Touristen dabei vor, sie hätten einen Schaden an ihrem Auto verursacht – und erleichtern sie im Anschluss um ihr Feriengeld.

Die Betrüger deuten auf ihren kaputten Spiegel und lotsen die ahnungslosen Opfer auf einen verlassenen Rastplatz. Anschliessend schlagen sie vor, dass Ganze ohne Versicherung zu regeln, und fordern Geld. 

PET-Flasche

SRF berichtete vor zwei Jahren über die Masche mit der PET-Flasche im Radkasten. Die Kriminellen stecken die Plastikflasche in den Radkasten des Autos ihrer Opfer. Das verursacht wiederum merkwürdige Geräusche. Wenn die Opfer anhalten und aussteigen, um nachzuschauen, was los ist, schlagen die Ganoven zu. 

Eier

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) warnt auf seiner Webseite vor einem «besonders gefährlichen» Trick. Betrüger lauern dabei am Strassenrand oder auf Brücken und bewerfen vorbeifahrende Autos und Wohnmobile gezielt mit Eiern. Wenn die Fahrer versuchen, die Verschmutzung mit den Scheibenwischern zu entfernen, entsteht eine schmierige Masse, die die Sicht nahezu vollständig blockiert. Halten die Ferienreisenden daraufhin am Strassenrand an, nutzen die Täter die Situation aus und überfallen das Fahrzeug.

Wie schütze ich mich?

Der Touring Club Schweiz (TCS) zählt auf seiner Webseite eine ganze Reihe von Hilfsmitteln auf: Lenkrad- oder Pedalsperren können ebenso abschreckend wirken wie Alarmanlagen. Ein GPS-Tracker ermöglicht im Ernstfall die Ortung des Autos.

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Zudem kann das richtige Verhalten entscheidend sein. Das Auto sollte immer – auch bei kurzen Stopps – abgeschlossen werden. Fenster, Schiebedächer und Tankdeckel sollten zu sein. Der TCS empfiehlt weiter, den Schliessvorgang aktiv zu kontrollieren und Fahrzeugschlüssel nicht sichtbar aufzubewahren. 

Für eine Auslandsreise hat die Organisation weitere Tipps parat. Für seinen PKW sollte man möglichst bewachte oder gut beleuchtete Parkplätze wählen. Gepäck sollte nicht sichtbar im Wagen zurückgelassen werden. Den Autoschlüssel solltest du zudem nicht in Gesäss-, Aussen- oder offenen Handtaschen tragen. Die Fernbedienung sollte auch auf keinen Fall auf den Tisch im Restaurant oder in der Bar gelegt werden. «Sonst ist das Risiko hoch, dass er gestohlen wird», mahnt der TCS.

Im Hotelzimmer solltest du den Wagenschlüssel im Tresor deponieren. «Selbst in Ferienwohnungen sollte er nicht offen herumliegen, sonst ist bei einem Einbruch auch das Auto weg», gibt der TCS zu bedenken.

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