Darum gehts
- Cyberkriminelle nutzen Ferienzeit für Betrug, warnt Zürcher Kantonalbank
- Falsche Ferienvillen und Fake-Webseiten stehen bei Betrügern hoch im Kurs
- Gefälschte Hotlines verlangen Daten oder Gebühren für Fake-Dienste
Die Koffer sind gepackt – ab in die Ferien! Kaum angekommen, folgt der grosse Dämpfer: Du stehst voller Vorfreude vor dem Kolosseum in Rom, aber dein Ticket ist gefälscht. Oder du kommst vermeintlich an deiner Traumvilla an, das Haus existiert jedoch überhaupt nicht. Cyberkriminelle zocken Reisende mit fiesen Ferien-Betrugsmaschen schamlos ab – und werden immer dreister.
Die Versicherung Axa hat eine Liste von fünf Betrugsmaschen zusammengestellt – und gibt Tipps, damit du nicht auf die Betrüger im Internet hereinfällst.
Fake-Webseiten für Sehenswürdigkeiten
Wer eine Eintrittskarte für beliebte Sehenswürdigkeiten kaufen will, findet online jede Menge Ticketanbieter. Da heisst es: Vorsicht vor Wuchergebühren und Fake-Anbietern.
Der beste Schutz: Schau auf Onlinerezensionen. Am einfachsten ist es, wenn du die Webadresse des Anbieters mit dem Zusatz «Betrug» oder «Scam» in eine Suchmaschine eingibst.
Von wegen traumhafte Ferienvilla
Eine Ferienunterkunft auf Booking, Airbnb oder auf Social Media zu buchen, ist mit ein paar Klicks erledigt. Für Betrüger ist es jedoch kinderleicht, eine gefälschte Anzeige hochzuladen. Sie kassieren dann ab und machen sich mit dem Geld aus dem Staub.
Der beste Schutz: Mach vor dem Buchen den Check. Lade die Bilder bei «Google Bilder» hoch. So siehst du sofort, ob die Fotos gefälscht oder geklaut sind.
Datenklau in den sozialen Medien
Wenn in den Ferien etwas schiefgeht, hoffen viele verzweifelt auf Unterstützung in den sozialen Netzwerken. Doch genau dort treiben sich viele Betrüger rum. Sie geben sich als Mitarbeitende von Reiseveranstaltern aus und behaupten, helfen zu können. Dann schicken sie private Nachrichten und fragen sensible Daten ab, etwa die deiner Kreditkarte.
Der beste Schutz: Suche nicht nach Hilfe von angeblichen Reiseveranstaltern auf Social Media. Echte Reiseanbieter gehen nie so vor.
Betrüger faken Kundenhotlines
Nicht nur auf Social Media geben sich Betrüger als Kundendienst aus. Auch auf Suchmaschinen stösst man auf Anzeigen, in denen Betrügerinnen und Betrüger falsche Telefonnummern für den Kundensupport von Airlines angeben. Ruft man dort an, wird man aufgefordert, eine «Servicegebühr» oder «Umbuchungsgebühr» zu zahlen.
Der beste Schutz: Klicke nicht einfach das erstbeste Suchergebnis auf Google an. Gehe immer auf die Website der Fluggesellschaft – und überprüfe, ob die URL auch stimmt.
Nicht jede Mail ist echt
Eine Mail deines Hotels bittet dringend um Verifizierung? Vorsicht, Phishing! Kriminelle geben sich als deine Unterkunft aus – und bitten dich, eine bereits erfolgte Buchung dringend zu verifizieren oder eine angebliche Rückerstattung in Empfang zu nehmen. Den Betrügern geht es auch hier darum, an deine Kreditkartendaten zu kommen.
Der beste Schutz: Kontaktiere den Anbieter auf direktem Weg und leiste Zahlungen nur über die offizielle Plattform, nie über zugeschickte Links in E-Mails oder SMS.