Darum gehts
- Kopenhagen bleibt mit 98 Punkten die lebenswerteste Stadt im Ranking
- Genf fällt auf Platz 6, Zürich verliert drei Ränge auf Platz 5
- Wien auf Platz 2, drei australische Städte in Top 10
Zürich verliert an Boden im Kampf um die lebenswerteste Stadt der Welt: Im «Global Liveability Index» für 2026 rutscht die Limmatstadt vom zweiten auf den fünften Platz ab. Herausgeber des jährlichen Rankings ist die «Economist Intelligence Unit», die Analyseabteilung der britischen Wochenzeitung «The Economist». Das Team hat 173 Städte weltweit unter die Lupe genommen und über 30 Indikatoren analysiert – aufgeteilt auf die fünf Kategorien Stabilität, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Bildung sowie Kultur und Umwelt. Pro Kategorie vergaben die Experten von 0 bis maximal 100 Punkte.
Was dieses Jahr auffällt: Westeuropa ist zwar weiterhin die Region mit der höchsten Lebensqualität, die Durchschnittswerte stagnieren aber. Asien ist dagegen auf dem Vormarsch: Es sind jetzt neun asiatische Städte unter den Top 20, verglichen mit nur sieben europäischen Metropolen, wovon jedoch vier unter den besten zehn Städten der Welt sind. Die Region, die dieses Jahr am meisten einbüssen musste: die Golfstaaten. Der Iran-Krieg hat die Stabilität des gesamten Nahen Ostens deutlich verschlechtert.
Tokio – 95,7 Punkte
Für Japans Hauptstadt ist Platz 10 im Ranking ein Aufstieg. Letztes Jahr lag Tokio noch an 13. Stelle. Für Mega-Metropolen sei es generell schwierig, im Ranking zu punkten, schreibt «The Economist». Verstopfte Strassen und Kriminalität fallen oft zu ihrem Nachteil ins Gewicht. Tokio ist mit gut 33 Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt der Welt.
Vancouver – 95,8 Punkte
Die kanadische Grossstadt im Westen des Landes führte das Ranking in früheren Jahren lange an – zuletzt 2010. In den vergangenen Tagen durfte auch die Schweizer Nati die vielen Vorzüge von Vancouver geniessen. Für dieses Jahr muss sich die Stadt mit der neunten Position zufriedengeben. Sie ist die einzige nordamerikanische Stadt, die es in die Top 10 geschafft hat.
Adelaide – 95,9 Punkte
Australien ist in den Top 10 gleich dreimal vertreten, wobei Adelaide das Schlusslicht des Aussie-Trios bildet. Bei der Kategorie Kultur und Umwelt konnte die Stadt wieder «nur» 91 Punkte erzielen und bleibt somit auf Platz 8 im Ranking.
Osaka – 96 Punkte
Die drittgrösste japanische Stadt erreicht die volle Punktzahl in Stabilität, Gesundheitswesen und Bildung. Bei der Infrastruktur hat sie lobenswerte 96 Punkte. Nur die Kategorie Kultur und Umwelt drückt das Ranking der Street-Food-Metropole. Dort erzielt Osaka nur 87 Punkte und bleibt damit auf dem gleichen Rang wie letztes Jahr.
Genf – 96,1 Punkte
Die international ausgerichtete Stadt Genf ist dieses Jahr leicht abgerutscht: 2025 reichte es noch für den 5. Platz im Ranking, nun belegt sie den 6. Platz. In Sachen Bildung und Gesundheitswesen erzielt die Calvin-Stadt die volle Punktzahl, bei Infrastruktur sind es 96 Punkte, bei Stabilität 95. Hingegen gibts für Genf Abstriche bei Kultur: 92 Punkte.
Zürich – 96,4 Punkte
Letztes Jahr reichte es noch für Platz 2, jetzt fällt die Limmatstadt vom Podest – und auf den 5. Rang zurück. Warum? Sie hat die gleichen Werte wie Genf in fast allen Kategorien. Aber auch Zürich hat nun einen tieferen Wert in der Kategorie Kultur und Umwelt erhalten.
Sydney – 96,6 Punkte
2025 hatte es für Sydney nur für Platz 6 gereicht. Dieses Jahr profitiert die australische Hafenstadt vom schlechteren Abschneiden der Konkurrenz – und landet nun mit der genau gleichen Punktzahl auf Platz 4.
Melbourne – 97,0 Punkte
Die beste australische Stadt im Ranking ist Melbourne. Die starken 96 Punkte für Kultur und Umwelt helfen mit, Zürich zu überholen. Letztes Jahr lag die Stadt noch auf Platz 4, ihre Punktzahl hat sich aber auch nicht verändert.
Wien – 97,1 Punkte
Die österreichische Hauptstadt hat es wieder auf den 2. Platz geschafft. Die Stadt an der Donau erreichte wieder 100 Punkte bei Gesundheitswesen, Bildung und Infrastruktur. In Sachen Stabilität sowie Kultur und Umwelt büsst die Stadt leicht ein, da hat sie jeweils 95 respektive 94 Punkte.
Kopenhagen – 98 Punkte
Dänemarks Hauptstadt bleibt an der Spitze. Kopenhagen hat schon letztes Jahr Wien als lebenswerteste Stadt überholt. Die skandinavische Stadt erreicht den Höchstwert von 100 Punkten bei Stabilität, Bildung und Infrastruktur. Den schlechtesten Wert erhält sie für Kultur und Umwelt mit 95 Punkten.