Darum gehts
- Das Berghotel «Furt» im St. Galler Sarganserland wechselt ab Sommer 2026 den Pächter
- Die Pizolbahnen AG übernimmt den Betrieb und sichert das Angebot am Berg
- Eine Übernachtung im Drei-Sterne-Hotel kostet im Winter 94 bis 138 Franken pro Nacht
Seit 1961 thront im Sarganserland auf 1550 Metern über Meer die «Furt». Seit 1962 heisst das Berghotel mit drei Sternen im Skigebiet Wangs-Pizol in St. Gallen Gäste aus aller Welt Willkommen. Jetzt bekommt das Traditionshaus, das lange im Familienbesitz war, eine neue Pächterin: Die Pizolbahnen AG haben mit der Hotel Furt AG einen langjährigen Mietvertrag ab der kommenden Sommersaison abgeschlossen. «Damit werden die Pizolbahnen das Hotel Furt in Eigenregie führen», schreiben die Verantwortlichen in der Mitteilung zur Ankündigung.
«Wir waren bis dato am wichtigen Dreh-und Angelpunkt Furt nicht vertreten», erklärt ein Sprecher der Pizolbahnen auf Anfrage von Blick. Jetzt habe sich die Möglichkeit ergeben, das bestehende Gastro-Angebot der Pizolbahnen «in idealer Weise» zu erweitern. «Die einmalige Lage sowie die gute Erreichbarkeit werden uns Möglichkeiten bieten, den Pizol weiterzuentwickeln und die benötigten warmen Betten sowie ein vielfältiges Gastroangebot sicherzustellen zu können», sagt der Sprecher weiter.
Übernachtung in Mehrbettzimmer gibts ab 94 Franken
Die «Furt» umfasst neben dem Restaurant mit rund 100 Plätzen zwei Säle, eine grosse Terrasse, eine Bar, eine Kegelbahn sowie 18 Einzel-, Doppel- und Familien-Zimmer. Zudem gibt es auch drei kleinere Mehrbettzimmer für Gruppen. Die Preise für eine erwachsene Person liegen im Winter zwischen 94 und 138 Franken pro Nacht.
Die Anzahl Angestellter schwanke je nach Saison stark, erklärt der Bergbahn-Sprecher gegenüber Blick. Sie bewege sich aber um die 50 Mitarbeiter. Entlassungen gebe es im Zuge des neuen Mietvertrags keine.
Gastgeber geht in Pension
Eine neue Pächterin heisst für Artho Meli – den langjährigen Gastgeber auf der Furt – Abschied nehmen. Das, nachdem er über 37 Jahre lang im Hotel gewirtet hat. «Mit viel Engagement und Herzblut haben die Familie Meli und in der Folge Artho Meli die Furt über die Jahre zur ersten Adresse am Berg gemacht», heisst es in der Mitteilung. «Entsprechend gross sind die Fussstapfen, die Artho hinterlässt», lässt sich Markus Oppliger (66), Verwaltungsratspräsident der Pizolbahnen, darin zitieren. Meli will sich auf Anfrage von Blick nicht äussern. In der Mitteilung heisst es aber, er sei froh, «die Verantwortung für das wunderbare Haus in die Hände der Pizolbahnen legen zu können».
Ob den Gästen wenigstens Melis legendäre Cremeschnitte erhalten bleibt? Das nach Geheimrezept zubereitete Dessert sei «auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt», heisst es auf der Hotelwebsite. Und auch die Verantwortlichen der Bergbahnen sprechen Melis Cremeschnitte ein Lob aus: Diese werde allen Gästen und Partnern in bester Erinnerung bleiben, heisst es. Das Rezept werde Meli wohl nicht rausrücken, lässt der Sprecher durchblicken. «Es wird uns aber sicherlich etwas Kreatives und Tolles einfallen, damit wir die grosse Lücke der Cremeschnitte schliessen können.»