«Wir sind das nicht!»
Aargauer Beck-Kette warnt vor fiesen Betrügern im Netz

Ein gefälschtes Instagram-Profil der Aargauer Bäckerei Jaisli-Beck wollte Kunden in eine fiese Betrugsfalle locken. Es ist nicht das erste Mal, dass der Betrieb gegen Cyberkriminelle kämpft. Diese werden mit ihren Maschen immer kreativer.
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Jaisli-Beck warnt auf mehreren Kanälen vor dem Fake-Profil.
Foto: Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Betrüger erstellten auf Instagram einen Fake-Account der Jaisli-Beck-Kette
  • Mit falschem Gewinnspiel sollten Kreditkartendaten erschlichen werden
  • Der Fake-Account wurde auf Intervention des Becks schnell gelöscht
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Die Bäckerei-Kette Jaisli-Beck mit fünf Standorten im Kanton Aargau hat eine eindringliche Nachricht an ihre Kundschaft: «ACHTUNG SPAM – und nein, wir sind das NICHT» schreibt der Betrieb auf seiner Internetseite und auf dem entsprechenden Facebook-Profil. Der Grund für die Warnung: Ein Betrüger hat auf der Plattform Instagram einen falschen Account der Beck-Kette erstellt, wie die «Aargauer Zeitung» zuerst berichtete. Mit dem Unternehmenslogo als Profilbild gibt er sich in der Beschreibung als Jaisli-Beck AG aus. Weiter steht: «Herzlichen Glückwunsch an die Leute, denen ich folge». Um bei einem Gewinnspiel zu gewinnen, müsse man sofort eine Direktnachricht mit dem Betreff «Hallo» senden und dem Profil zurückfolgen.

Mit dieser Betrugsmasche wollen Kriminelle meist an sensible Kreditkartendaten gelangen. In den sozialen Medien wird den Usern vorgegaukelt, sie hätten bei einem erfundenen Gewinnspiel abgesahnt. Um den Preis zu erhalten, müssen sie im Gegenzug persönliche Daten preisgeben. 

Beck reagiert prompt

Als der Geschäftsführer des Becks Marc Jaisli (35) auf den fiesen Fake-Account aufmerksam wurde, handelte er sofort: In der Warnung werden die Kunden dazu aufgerufen, das Konto bei der Plattform zu melden. Mit Erfolg: Kurz darauf verschwand das falsche Profil, wie er gegenüber Blick erzählt. «Mein Umfeld hat mich innert kürzester Zeit darauf aufmerksam gemacht», so Jaisli. Angestellte, Kunden und Freunde hätten ihm das Fake-Profil zugeschickt. Ob er den Betrug zur Anzeige gebracht hat? «Das lohnt sich nicht», sagt er. Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass ein gefälschtes Jeisli-Beck-Profil im Netz herumgeistert. «Würden wir das jedes Mal zur Anzeige bringen, wäre das für uns ein enormer Mehraufwand», so der Geschäftsführer. 

Im Aargau treiben auch falsche Handwerker ihr Unwesen

Nicht nur in der digitalen Welt müssen sich Aargauer und Aargauerinnen vor Betrugsmaschen in Acht nehmen. Im Februar 2026 informierte die Kantonspolizei Aargau in einer Mitteilung über falsche Handwerker, die «planmässig und äusserst dreist» vorgehen. «Sie klingeln an der Haustür und versuchen unter einem Vorwand, Zugang zur Wohnung zu erlangen», erklärt die Kapo. Gelingt ihnen dies, lenkt eine Person den Bewohner ab, während die andere die Räumlichkeiten diskret nach Wertgegenständen absucht. «Besonders betroffen sind ältere Menschen, die durch das entschlossene und selbstsichere Auftreten der Täter verunsichert werden», so die Polizei.

So schützt du dich vor Cyberbetrug

Die Polizei rät klar: Bei unerwarteten Links, Anhängen, Gewinnspielen oder Zahlungsaufforderungen stets misstrauisch bleiben. Passwörter sowie Kreditkarten- oder andere sensible Daten sollten niemals einfach so preisgegeben werden. Seriöse Banken oder Anbieter verlangen solche Angaben nicht per Mail, Telefon oder Social Media.

Verdächtige Nachrichten sollten ignoriert, gemeldet und gelöscht werden. Wer bereits Daten preisgegeben oder Geld versendet hat, soll umgehend die Bank, den Kartenanbieter oder die Polizei informieren. Wichtig ist zudem, Beweise mittels Screenshots oder Ausdrucken zu sichern. Eine Anzeige ist bei jeder Polizeistelle möglich. Phishing-Mails können auch bei der offiziellen Plattform des Bundesamts für Cybersicherheit, antiphishing.ch, gemeldet werden. Ausserdem informieren die Behörden auf der von der Kantonspolizei Zürich gegründeten Website cybercrimepolice.ch regelmässig über die aktuellsten Betrugsmaschen, die gerade kursieren.

Die Polizei rät klar: Bei unerwarteten Links, Anhängen, Gewinnspielen oder Zahlungsaufforderungen stets misstrauisch bleiben. Passwörter sowie Kreditkarten- oder andere sensible Daten sollten niemals einfach so preisgegeben werden. Seriöse Banken oder Anbieter verlangen solche Angaben nicht per Mail, Telefon oder Social Media.

Verdächtige Nachrichten sollten ignoriert, gemeldet und gelöscht werden. Wer bereits Daten preisgegeben oder Geld versendet hat, soll umgehend die Bank, den Kartenanbieter oder die Polizei informieren. Wichtig ist zudem, Beweise mittels Screenshots oder Ausdrucken zu sichern. Eine Anzeige ist bei jeder Polizeistelle möglich. Phishing-Mails können auch bei der offiziellen Plattform des Bundesamts für Cybersicherheit, antiphishing.ch, gemeldet werden. Ausserdem informieren die Behörden auf der von der Kantonspolizei Zürich gegründeten Website cybercrimepolice.ch regelmässig über die aktuellsten Betrugsmaschen, die gerade kursieren.

Roger Federer im Knast?

Cyberbetrugsmaschen werden immer ausgeklügelter. Und Kriminelle beschränken sich längst nicht mehr nur auf die schwach regulierten Social-Media-Plattformen. Sie basteln auch ganze gefälschte News-Websites. Dort lesen die User haarsträubende Nachrichten: Roger Federer im Knast, Beatrice Müller vor Gericht, DJ Bobo mit blauen Augen – alles frei erfunden. Das Ziel: Mit den gestohlenen Medienmarken Vertrauen schaffen, um den Lesern danach dubiose Investitionen anzudrehen. In Wirklichkeit legen die Betroffenen ihr Geld aber nicht clever an. Die Ganoven kassieren es einfach ein. Davon ist auch Blick betroffen. Die Herausgeberin Ringier hat darum eine Klage bei der Bundesanwaltschaft eingereicht. 

Gefährliche Kalender-Falle

Auch auf den eigenen digitalen Kalender kann man sich nicht immer verlassen: So berichtete ein Blick-Leser kürzlich von einem gefälschten Kalendereintrag in seinem Google-Konto. Angeblich sei sein Abo für eine Antivirus-Software für die nächsten 60 Monate verlängert worden. Kostenpunkt: über 493 US-Dollar. Der Trick: Mit den Kalendereinträgen können Betrüger die klassischen Spam-Filter des E-Mail-Postfachs umgehen – und so Glaubwürdigkeit erwecken. Der entsprechende Eintrag war mit einem Link versehen. Klickt man drauf, können die Betrüger Daten stehlen oder dubiose Softwares installieren.

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