Darum gehts
- Iran-nahe Hacker knacken private E-Mails von FBI-Direktor Kash Patel
- Veröffentlichte Bilder zeigen Patel in Kuba mit Rum und Zigarren
- Am 11. März Datenlöschung bei US-Firma Stryker durch dieselbe Hackergruppe
Er hat sichtlich Spass auf Kuba. Es sind ungewohnte Bilder, die von FBI-Chef Kash Patel (46) aufgetaucht sind. Und nicht nur Fotos, sondern auch persönliche Dokumente. Allesamt aus einem Zeitraum von 2010 bis 2019.
Dahinter stecken Iran-nahe Hacker, die laut eigenen Angaben das private E-Mail-Konto von FBI-Direktor Patel geknackt haben. Zum Beweis wurden die Bilder und Dokumente ins Internet gestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Schon bei früherem Datenleck aufgetaucht
Die Hackergruppe, die sich Handala Hack Team nennt, erklärte auf ihrer Website: «Patel wird seinen Namen jetzt auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden.»
Die veröffentlichten Bilder zeigen Patel beim Zigarrenrauchen, in einem Oldtimer-Cabriolet oder mit einer grossen Flasche Rum vor einem Spiegel. Die Hacker behaupten, die private Gmail-Adresse des FBI-Direktors infiltriert zu haben. Diese Adresse stimmt mit jener überein, die bereits bei früheren Datenlecks bekannt wurde, wie die Darknet-Analysefirma District 4 Labs gegenüber Reuters bestätigt.
Cyberangriff auf das US-amerikanische Medizintechnikunternehmen
Ob die E-Mails tatsächlich aus dem privaten Mail-Account von Patel stammen, lässt sich allerdings nicht verifizieren. Aber: Ein Beamter des US-Justizministeriums bestätigte den Vorfall und erklärte, das geleakte Material wirke authentisch. Bisher gab es keine Stellungnahme des FBI oder von Google, dem Betreiber von Gmail. Auch die Hacker reagierten bislang nicht auf Anfragen.
Handala wird von westlichen Experten als eine von mehreren Identitäten beschrieben, die von iranischen Cyber-Geheimdiensten genutzt werden. Die Gruppe bezeichnet sich selbst als pro-palästinensische Bürgerwehr. Erst kürzlich bekannte sich Handala zu einem Cyberangriff auf das US-amerikanische Medizintechnikunternehmen Stryker, bei dem laut Angaben des Unternehmens am 11. März eine grosse Menge an Daten gelöscht wurde.