Darum gehts
- FBI-Direktor Kash Patel spricht über tödliche ICE-Schüsse in Minneapolis, Minnesota
- Zeugen widersprechen: Pretti hatte angeblich kein Pistole, sondern ein Handy
- Schusswaffe mit mehreren Magazinen sichergestellt, 37-jähriger Alex Pretti getötet
Es sind die ersten detaillierten Äusserungen zum Fall Minneapolis: FBI-Direktor Kash Patel (45) hat im Interview mit Fox News über die tödlichen ICE-Schüsse gesprochen, die sich am Samstag des US-Bundesstaates Minnesota ereignet haben. Der 37-jährige Alex Pretti kam dabei ums Leben.
«Wir untersuchen die physischen Beweise vom Tatort», erklärte Patel. Das Augenmerk liege dabei vor allem auf der Waffe, die Pretti bei sich getragen haben soll. Patel bestätigt dabei, dass das FBI eine Pistole sichergestellt habe.
«Ich möchte das nicht stilisieren»
Während des Interviews wird Patel mehrmals gefragt, ob die ICE-Beamten die Waffe gesehen haben, bevor sie geschossen haben und inwieweit Pretti eine Bedrohung dargestellt habe. «Das überlasse ich dem Heimatschutzministerium und den Staatsanwälten. Ich möchte das nicht stilisieren», sagt Patel.
«Ich vertraue jedoch darauf, dass unsere geschulten Einsatzkräfte ihre Waffe nur im absoluten Notfall einsetzen.»
Patel und FBI untersuchen Pistole
Patel erklärte, dass man in Amerika keine Strafverfolgungsbeamten bedrohen dürfe. Wer das tue, müsse mit Konsequenzen rechnen. «Man darf keine mit mehreren Magazinen geladene Schusswaffe zu irgendeiner Art von Protest mitbringen. So einfach ist das», sagte Patel. «Man hat nicht das Recht, gegen das Gesetz zu verstossen und zu Gewalt anzustacheln.»
Derweil widersprechen sich die Aussagen von Regierung und Zeugen. Letztere geben an, Pretti habe zum Zeitpunkt der Schüsse keine Waffe mehr getragen. Videos zeigen zudem, dass der 37-Jährige zum Zeitpunkt seines Todes ein Handy und keine Waffe in der Hand hatte.