Darum gehts
- Am 1. Juni startet Vermietung von 200 günstigen Wohnungen auf Zürcher Koch-Areal
- 3,5-Zimmerwohnung oben kostet 1660 CHF monatlich inklusive Nebenkosten
- 8900 Genossenschaftsmitglieder haben Bewerbungs-Vorrang für die Neubauten
Wohnungssuchende in Zürich haben sich den Termin rot angestrichen! Am 1. Juni kommen die 200 Wohnungen auf dem Koch-Areal in Zürich-Altstetten auf den Markt. Auf dem Gelände einer alten Farbenfabrik hat die ABZ-Genossenschaft mit der grossen Kelle angerichtet. Im 85 Meter hohen Tower mit 26 Etagen gibts 164 Wohnungen. Im Nebengebäude mit acht Stockwerken sind es noch einmal 40 Appartements.
Die Preise sind für Zürcher Verhältnisse schon fast unverschämt günstig: Eine 3,5-Zimmerwohnung mit 82 Quadratmetern in einer oberen Etage gibts für 1660 Franken im Monat – inkl. Nebenkosten. Ein Apartment mit 2,5 Zimmern und 44 Quadratmetern gibts gar schon ab 1105 Franken monatlich. Für Familien spannend: 4,5-Zimmer mit 101 Quadratmetern in einer unteren Etage kosten 1955 Franken. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Miete für eine 4-Zimmer-Wohnung in Altstetten beträgt 3300 Franken.
Spreitenbach und Regensdorf sind teurer
Wie tief die Mieten im neuen Tower auf dem Koch-Areal sind, zeigt auch ein Vergleich mit ähnlichen Neubauprojekten ausserhalb von Zürich mit seinem überhitzten Immobilienmarkt. Etwa nach Regensdorf ZH, wo im mit 75 Metern höchsten Holz-Hochhaus der Schweiz 156 Wohnungen gebaut wurden. Ein Drittel der Wohnungen im Zwhatt-Hochhaus gibt es für weniger als 2000 Franken pro Monat, inklusive Nebenkosten. Die günstigste 1,5-Zimmer-Wohnung im 3. Stock kostet 1270 Franken. Eine 3,5-Zimmer-Wohnung im 5. Stock kostet 2490 Franken.
Auch im Tivoli-Garten in Spreitenbach AG sind Neubauwohnungen um einiges teurer als auf dem Koch-Areal. Eine 2,5-Zimmer-Wohnung gibts ab 1885 Franken, die günstigsten 1,5-Zimmer-Wohnungen starten bei 1075 Franken. Normale 3,5-Zimmer-Wohnungen belaufen sich je nach Stockwerk auf zwischen 1805 und 2545 Franken. Dabei liegen die Mieten in Spreitenbach normalerweise bis zu 40 Prozent unter Zürcher Niveau.
ABZ-Mitglieder kommen zuerst zum Zug
Allzu grosse Hoffnungen auf eine günstige Neubau-Wohnung auf dem Koch-Areal – wegen seiner Besetzer einst schweizweit in den Schlagzeilen – sollten sich Interessierte allerdings nicht machen. Denn zuerst dürfen sich nur die 8900 Mitglieder der ABZ-Genossenschaft bewerben. Priorität haben diejenigen, die bereits auf einer internen Warteliste stehen.
«Wie viele Wohnungen am Ende öffentlich ausgeschrieben werden, hängt vom Verlauf des Vermietungsprozesses ab und lässt sich derzeit noch nicht abschliessend beziffern», sagt eine ABZ-Sprecherin zu Blick. Sie gehe jedoch davon aus, dass ein Teil der Wohnungen auch Nicht-Mitgliedern zur Verfügung stehen werde.