Darum gehts
- Neue Megasiedlung Tivoli-Garten in Spreitenbach lockt Zürcher mit günstigen Mieten an
- Gute Anbindung an Zürich, Grünflächen, Spielplatz und direkter Zugang zum Shoppi Tivoli
- 445 Wohnungen entstanden, 250 Menschen aus Zürich bereits eingezogen
Zürcher machen sich gerne lustig über die Aargauer. Und reissen Witze über weisse Socken und die Nummernschilder, wo das Kantonskürzel AG für «Achtung Gefahr» stehen soll. Wenns ums Wohnen geht, vergeht den Zürchern das Lachen aber schnell. Die Mieten in der Limmatstadt spielen verrückt. Wer nicht in einer städtischen Wohnung oder in einer Genossenschaft lebt, der ist den Launen des freien Marktes ausgesetzt. Und die spielen verrückt.
Und zwar so extrem, dass die wenigen freien Wohnungen zunehmend auch länger ausgeschrieben sind, weil sie schlicht zu teuer sind. So zuletzt in Zürich-Altstetten, wo Apartments der Basler Stararchitekten Jacques Herzog (74) und Pierre de Meuron (74) nur schwer zu vermieten waren. Oder in Uitikon-Waldegg ZH, wo in der Neubausiedlung Leandro 47 Wohnungen auf den Markt gekommen sind. Und trotz fettem Rabatt lange nur Ladenhüter waren.
Ab 1075 Franken im Monat
Ganz anders die Lage ein paar Kilometer limmatabwärts, wo die neue Megasiedlung Tivoli-Garten in Spreitenbach AG Zürcherinnen und Zürcher magisch anzieht. In drei wuchtigen Wohntürmen sind 445 Wohnungen entstanden. Nach kurzer Zeit haben sie schon 250 Menschen aus der Stadt Zürich angelockt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Der Grund ist klar: Die tiefen Mieten sind das beste Argument für einen Umzug ins Rüebliland. Eine 2,5-Zimmer-Wohnung gibts ab 1885 Franken, die günstigsten 1,5-Zimmer-Wohnungen starten bei 1075 Franken. Normale 3,5-Zimmer-Wohnungen belaufen sich je nach Stockwerk auf zwischen 1805 und 2545 Franken. Die teuerste Wohnung hat 5,5 Zimmer, kostet 3075 Franken und hat beste Sicht über das Limmattal. Damit liegen die Preise bis zu 40 Prozent unter Zürcher Niveau.
Spielplatz, Yogaraum und ÖV-Anbindung
Der Innenhof bietet Grünflächen, Spielplatz, Yogaraum und Kindergärten. Und speziell: einen direkter Zugang ins Shoppi Tivoli. Auch die Anbindung an die Stadt Zürich ist gut. Die Limmattalbahn bringt die Bewohner in 25 Minuten nach Zürich-Altstetten. In Werbeclips wird der Tivoli-Garten keck als «Zukunft des Wohnens» angepriesen wird. Und: «Brauchst du eine Wohnung, willst aber keinen Horror bei der Suche, dann checke jetzt den Tivoli-Garten ab.»
Diese Vermarktungsstrategie scheint aufgegangen zu sein. Vor allem Junge haben zuschlagen: Über die Hälfte der neuen Mieterinnen und Mieter ist zwischen 18 und 34 Jahre alt, Singles und Paare dominieren. Die kleineren Einheiten waren innert Kürze vergeben. «Gerade in Zürich ist es extrem schwierig, eine Wohnung zu finden», sagt Talimara Ryser von Intercity, die das Projekt vermarktet, dem «Tages-Anzeiger».