Schon wieder lässt US-Präsident Donald Trump (80) den Zollhammer niedersausen! Diesmal trifft es das grösste Land in Südamerika: Die US-Regierung hat angekündigt, Brasilien mit einem Zollsatz von 25 Prozent auf diverse Importgüter zu belegen. In Kraft treten soll der neue Mega-Satz ab nächstem Mittwoch.
Gemäss einem Regierungsbeamten sind Produkte, die in den USA entweder knapp oder relevant für Lieferketten sind, von den neuen Zöllen ausgenommen. Dazu zählen etwa Erdöl, Gas, Rindfleisch, Orangensaft und bestimmte Flugzeugteile. Laut dem Weissen Haus geht dem Entscheid eine Untersuchung voraus, die angeblich unfaire Handelspraktiken Brasiliens aufgedeckt haben soll – beispielsweise Handelsvorteile für Indien und Mexiko, nicht aber für die Vereinigten Staaten. Zudem seien amerikanische Tech-Unternehmen und Finanzdienstleister in Brasilien nach Ansicht der US-Regierung vor unfairen Restriktionen betroffen.
Weil der Oberste Gerichtshof im Februar dieses Jahres entschieden hat, dass die von Trump verhängten Importzölle gegen zahlreiche Handelspartner illegal sind, muss die Regierung nun ein neues Schlupfloch für die Rechtfertigung ihrer Strafzölle finden. Konkret stützt sie sich dieses Mal auf einen Passus eines Handelsgesetzes aus dem Jahr 1974. Dieses Gesetz erlaubt die Verhängung von Zöllen, sofern unfaire Handelspraktiken festgestellt werden. Der Regierungsbeamte des Weissen Hauses warnte die brasilianische Regierung zudem davor, Gegenmassnahmen zu ergreifen.