Darum gehts
- Trump plant 12,5 % Strafzoll auf Schweizer Waren
- Vorwürfe: Schweiz schützt angeblich nicht vor Zwangsarbeitsprodukten
- 60 betroffene Länder, Entscheidung in kommenden Wochen
Donald Trump schwingt mit seinem Zollhammer erneut Richtung Schweiz. Laut der US-Regierung würde die Schweiz, neben 59 weiteren Ländern und Wirtschaftsräumen, ihre Märkte nicht ausreichend vor Waren aus Zwangsarbeit schützen. Dadurch würden Unternehmen benachteiligt, die sich an faire Standards halten.
Konkret will Washington neue Importzölle von bis zu 12,5 Prozent auf Waren aus den betroffenen Ländern verhängen. Ob daraus etwas wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Egal ob Drohung oder Realität, unseren Leserinnen und Lesern sind die Strafzölle ein Dorn im Auge.
Scharfe Reaktionen auf Trumps Zollpolitik
Die Kritik am US-Präsidenten ist in den Kommentaren gross. Alfred Rohrbasser unterstellt etwa: «Der macht keine Politik, sondern füllt einfach nur seine eigenen Taschen!» Dominik Bauhart vermutet Ähnliches: «Da macht wieder einer Angst, weil er eine Uhr oder Goldbarren umsonst will.»
Laut Eduard Jenni spielt Trump ein unfaires Spiel: «Er erfindet einfach neue, schwer widerlegbare Vorwürfe, damit er seine vom Gericht verbotene Zollpolitik weiterführen kann.»
Und auch Urs Ender schreibt: «Es war von vorneherein klar, dass Trump neue Wege finden würde, um seine geliebte Zoll-Erpressungsmethode weiterhin anwenden zu können.» Mit Zwangsarbeit habe er seinen Sündenbock gefunden.
«Seine MAGA-Käppchen wurden bestimmt in den USA hergestellt»
Viele Leserinnen und Leser sind sich zudem sicher, dass die Staaten in Sachen Zwangsarbeit auch keine weisse Weste haben. Thomas Friedli meint etwa: «Wenn die Schweiz und die anderen Nationen wirklich so Geschäfte machen, wäre das ja das in Ordnung. Aber nur wenn die Amerikaner nicht auch von Zwangsarbeit profitieren würden.»
Andreas Meyer argumentiert ähnlich: «Also wenn ich schaue, woher Schuhe und Kleider in den USA kommen, hat das weder Hand noch Fuss. Oder werden dort nur Produkte angeboten, die ‹Made in USA› sind?» Auch Alex Frischknecht kommentiert sarkastisch: «Seine roten MAGA-Käppchen wurden bestimmt durch gut bezahlte Amerikaner in den USA hergestellt.»
Community fordert Zölle und Boykott
Viele Kommentierende sehen nun Handlungsbedarf. Beat Trinkler stellt Forderungen an unsere Politik: «Ich erwarte von Bern, dass man Trump endlich Paroli bietet und sich nicht mehr einfach alles gefallen lässt.» Peter Wunderlin stimmt voll und ganz zu: «Unsere Bundesräte müssen sich endlich wehren und auch Zölle verlangen. Handeln statt kuscheln!»
Laut Heinz von Ins gibt es nur eines: «Nichts mehr importieren, nichts mehr exportieren, amerikanische Produkte konsequent meiden. Der nächste Präsident kann es dann ausbaden.»
Patrick Läubli ergänzt: «Wenn gleich alle Länder auf der Liste sich zusammenschliessen und für einige Monate alle Exporte in die USA aussetzen, würde ich gerne sehen, wie es dann in den USA aussieht.»