Darum gehts
- Mallorca-Ferien werden 2026 teurer, Gastrobranche erhöht Preise vor Ostern
- Gründe: Steigende Energie-, Lebensmittel- und Mietkosten durch Nahostkrieg
- Preise 2025 bereits 5 Prozent gestiegen, Löhne 2026 um 6 Prozent erhöht
Ferien auf Mallorca sind grad hoch im Kurs. Bei all den Touristen, die ihre Ferien seit Jahr und Tag in den Balearen verbringen. Neu aber auch bei solchen, die sich wegen des Iran-Kriegs nach einer Alternative für Dubai oder Oman umschauen. Sie strömen bald schon zu Tausenden nach Mallorca. So ist die Nachfrage nach hochpreisigen Villen auf der Baleareninsel kurz nach dem Kriegsausbruch stark angestiegen.
Alle diese Mallorca-Reisenden dürften keine Freude daran haben, dass ihre Inselferien diesen Sommer spürbar teurer werden. Flugpreise ziehen an. Auch Hotels werden teurer. Kurz vor dem Start in die wichtige Ostersaison kündigt jetzt auch die Gastrobranche auf der Baleareninsel Aufschläge in Restaurants und Bars an, wie das «Mallorca Magazin» berichtet. Schuld daran ist ein gefährlicher Mix aus steigenden Kosten, der die Beizer unter Druck setzt.
Aufschläge kommen im dümmsten Moment
Verstärkt wird dies durch den Nahostkrieg. So werden auf einen Schlag Energie, Transportkosten und Lebensmittel deutlich teurer. Konkret: Eine Gasflasche für die Küche kostet 5 Prozent mehr, Milchprodukte werden bis zu 7 Prozent teurer. Dazu kommen höhere Löhne – sie steigen um 6 Prozent – und steigende Mieten. Preiserhöhungen, die die Mallorca-Beizer auf die Gäste abwälzen. Denn für viele Gastronomen ist die Schmerzgrenze längst erreicht. «Wir müssen die Preise anpassen – so wenig wie möglich», sagt Branchenvertreter Tomeu Mas. Bereits 2025 sind die Preise auf der Speisekarte um 5 Prozent gestiegen.
Wie viel Getränke und Speisen heuer teurer werden, ist noch offen. Klar ist aber: Die Aufschläge kommen in einem Moment, in dem viele Gäste längst auf Sparmodus umgestellt haben. Sogenannte «Diesel-Touristen» – sie geben so wenig Geld aus, wie ein Dieselmotor Sprit verbraucht – gaben vergangene Saison laut Branche bis zu 10 Prozent weniger pro Tisch aus. Sie haben weniger bestellt, auf Extras verzichtet – oder ganz auf den Restaurantbesuch. Wie zuletzt auch viele Einheimische, denen der Gang ins Lokal eigentlich heilig ist.
Harziger Start ins 2026
Kurz: Mallorcas Beizer hatten schon 2025 allen Grund zum Jammern. Jetzt beginnt auch 2026 harzig. Starker Regen und heftige Winde sorgen für einen schwachen Saisonstart und setzen die Branche zusätzlich unter Druck. Jetzt ruht die Hoffnung auf einer starken Frühlingssaison. Doch selbst da klingt Mas vorsichtig, er macht auf Zweckoptimismus und sagt im Bericht nüchtern: «Wir hoffen, dass sich die Lage nach Ostern stabilisiert.» Und dass die verhängnisvolle Kombination von steigenden Preisen und sinkender Nachfrage durchbrochen werden kann.