Darum gehts
- Italienische Touristen sind laut Umfrage unhöflich und knauserig
- Schweizer belegen Platz 3 bei Höflichkeit, hinter Japanern und Norwegern
- US-Amerikaner sind doppelt so spendabel wie zweitplatzierte Deutsche
Wer sind die unhöflichsten Touristen der Welt? Nein, es sind weder die Deutschen noch die Briten. Mit Alkoholkonsum und Tüechli-Kleinkrieg am Poolrand haben sich die beiden Nationen zwar einen unvorteilhaften Ruf erarbeitet. Doch das scheint nicht viel mehr als ein böses Vorurteil zu sein. Zumindest schneiden sie im Höflichkeitsranking der Reiseplattform Safaribookings im Mittelfeld ab.
Das niederländische Unternehmen hat 192 Reiseveranstalter gefragt, wer die angenehmsten Kunden seien. Schlecht schneiden dabei die Italiener ab. In der Rangliste der höflichsten Touristen landen sie auf dem 13. und damit letzten Platz. Die Deutschen und die Briten teilen sich derweil Rang 8, direkt hinter den Niederländern und vor den Franzosen.
Niemand ist so spendabel wie die Amis
Die Italiener sind gemäss Umfrage aber nicht nur unhöflich, sondern darüber hinaus auch noch knauserig: Auch im Ranking der zahlungskräftigsten Touristen landen sie auf dem letzten Rang. Die Deutschen dagegen belegen sowohl beim Trinkgeld als auch beim Reisebudget Platz zwei. Keine Nation ist aber nur annähernd so spendabel wie die US-Amerikaner. Sie erreichen im Ranking die doppelte Punktzahl der zweitplatzierten Deutschen.
Insgesamt gelten Touristen aus Europa als überdurchschnittlich interessiert. «Viele europäische Gäste stellen detaillierte Fragen. Ihre Neugier ist eine Bereicherung für die Safaris», findet ein Veranstalter aus Sansibar.
Schweizer auf Höflichkeitspodest
Und die Schweizer? Sie punkten einerseits mit ihrer Höflichkeit. An die Japaner kommen sie zwar nicht annähernd ran. Aber es reicht immerhin fürs Podest – knapp hinter den Norwegern. Auf Rang vier folgen die Kanadier.
Andererseits schneiden die Schweizer auch in Sachen Trinkgeld gut ab. Zwar verfehlen sie in dieser Disziplin das Treppchen. Aber es reicht hinter Kanada auf Platz vier. Nur ins Mittelfeld (Platz 7) schaffen es die Schweizer dagegen mit ihren Reisebudgets.