Tipps zum Ausmisten
Weg mit überflüssigen Apps und Abos – so sparst du Hunderte Franken

Nutzt du wirklich alle Dienste? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um auszumisten. Eine Anleitung in vier Schritten.
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In einer Stunde hast du digital aufgeräumt.
Foto: Getty Images/Maskot

Darum gehts

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Raphael Brunner
Beobachter

Diese Geldfresser hatten während der Ferien die wenigsten auf dem Schirm: Abos, Apps und Streamingdienste, die man in dieser Zeit kaum mehr braucht. Ihr Angebot wird allerdings trotzdem weiter fleissig in Rechnung gestellt. 15 Franken für Netflix. 3 Franken für den iCloud-Speicher. Und noch einmal so viel für die längst vergessene Sprach-App. Einzeln fallen die Beträge kaum ins Gewicht. Aufs Jahr hochgerechnet, summieren sie sich aber schnell auf mehrere Hundert Franken.

Spätestens bei der Rückkehr in den Alltag lohnt sich darum die Frage: Was brauche ich im Herbst noch? Und was fürs Erste nicht mehr? Nimm dir eine Stunde Zeit – der «Beobachter» zeigt dir, wie du in vier Schritten viel Geld sparst.

Artikel aus dem «Beobachter»

Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.

Probieren Sie die Mobile-App aus!

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Schritt 1: Die Spurensuche auf dem Konto

Gehe dorthin, wo das Geld tatsächlich abfliesst. Logge dich in dein E-Banking ein, und exportiere die Auszüge deiner Kreditkarte, deines Bankkontos und deines Twint-Accounts der letzten drei Monate. Suche gezielt nach monatlich wiederkehrenden Kleinbeträgen.

Schaue zudem direkt auf deinem Smartphone nach: Bei iPhones tippst du in den Einstellungen ganz oben auf deinen Namen und dann auf Abonnements. Bei Android-Geräten öffnest du den Google Play Store und tippst auf Zahlungen & Abos. Schreibe jeden einzelnen Posten auf eine Liste.

Schritt 2: Der harte Nutzwert-Check

Gehe deine Liste durch, und stelle dir bei jedem Dienst die Frage: «Habe ich diesen Service in den letzten 30 Tagen aktiv genutzt, und werde ich ihn im kommenden Monat wirklich brauchen?» Wenn die Antwort ein Nein oder auch nur ein Vielleicht ist: Kündige!

Sei besonders ehrlich bei Fitness-, Meditations- oder Sprachlern-Apps. Oft behalten wir diese Abos nur aus einem schlechten Gewissen heraus («Ich sollte wieder mehr Sport machen»). Ein schlechtes Gewissen ist jedoch kein Grund, monatlich Geld an Tech-Konzerne zu verschenken. Falls du den Dienst im Winter wieder vermisst, ist er mit drei Klicks neu aktiviert.

Schritt 3: Die Kündigungsfalle umgehen

Digitale Dienstleistungen verlängern sich fast immer automatisch (sogenannte Verlängerungsklauseln). Verpasst du die Kündigungsfrist auch nur um einen Tag, zahlst du oft für ein ganzes weiteres Jahr – das gilt besonders bei Dating-Portalen, Antiviren-Software und digitalen Zeitschriften.

Wo das Geld am schnellsten versickert
  • Video-Streaming (Netflix und Co.): Durch konsequentes «Hopping» statt Dauer-Abos sparen Paare und Familien im Schnitt 150 bis 250 Franken pro Jahr.
  • Cloud-Speicher (iCloud, Google One): Oft reicht ein kostenloses Ausmisten von alten Videos und doppelten Fotos auf dem Handy, um das teurere Speicher-Upgrade wieder zu kündigen. Ersparnis: 30 bis 120 Franken pro Jahr.
  • Liefer- und Shopping-Pässe: Wer im Sommer seltener Essen bestellt hat, sollte Liefer-Abos pausieren oder stoppen. Ersparnis: rund 100 Franken pro Jahr.
  • Video-Streaming (Netflix und Co.): Durch konsequentes «Hopping» statt Dauer-Abos sparen Paare und Familien im Schnitt 150 bis 250 Franken pro Jahr.
  • Cloud-Speicher (iCloud, Google One): Oft reicht ein kostenloses Ausmisten von alten Videos und doppelten Fotos auf dem Handy, um das teurere Speicher-Upgrade wieder zu kündigen. Ersparnis: 30 bis 120 Franken pro Jahr.
  • Liefer- und Shopping-Pässe: Wer im Sommer seltener Essen bestellt hat, sollte Liefer-Abos pausieren oder stoppen. Ersparnis: rund 100 Franken pro Jahr.

Tipp für die Zukunft: Wenn du ein Gratis-Testabo abschliesst, kündigst du es gleich am ersten Tag wieder. Der Dienst bleibt bis zum Ende der Testphase kostenlos nutzbar, kann sich danach aber nicht mehr unbemerkt verlängern.

Schritt 4: Die Spar-Methode «Abo-Hopping»

Verabschiede dich vom Gedanken, dass du Dienste wie Netflix, Disney+, Sky oder Dazn das ganze Jahr über abonnieren musst. Nutze die monatliche Kündbarkeit dieser Plattformen strategisch aus.

Das Prinzip des «Abo-Hoppings» ist simpel: Abonniere im September Dienst A, schaue deine Lieblingsserie fertig, kündige per Ende Monat, und wechsle im Oktober zu Dienst B. So siehst du alles, was dich interessiert, zahlst aber statt drei oder vier Abos gleichzeitig immer nur ein einziges.

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