Darum gehts
- Ein Wechsel der Krankenkasse vor zehn Jahren hätte bis 38'436 Franken gespart
- In Zürich: 35'517 Franken Sparpotenzial seit Januar 2016
- Auch ohne Wechsel des Modells und Franchise können Versicherte sparen
Was würdest du mit 38'000 Franken machen? Fürs langersehnte Eigenheim sparen? Eine grosse Reise planen? Oder lieber ein neues Auto kaufen? Wer vor zehn Jahren zur günstigsten Krankenkasse gewechselt hätte, wäre seinem Traum jetzt schon ein Stück näher. Das zeigt eine neue Analyse des Vergleichsdienstes Comparis.
Heute zahlen Erwachsene in der Schweiz durchschnittlich 5764 Franken Grundversicherungsprämien im Jahr. Dabei wäre das Sparpotenzial riesig – und je nach Wohnort unterschiedlich. Wer per Januar 2016 einmal von der teuersten zur günstigsten Kasse gewechselt hätte, wäre in Basel-Stadt heute 38'436 Franken reicher. Auch in den Kantonen Genf (37'752 Franken), Waadt (36'918 Franken) und Zürich (35'517 Franken) kommt innert zehn Jahren ein ordentlicher Betrag zustande.
«Einmal den richtigen Entscheid treffen»
«Bei der Grundversicherung ist nicht ständiges Wechseln entscheidend, sondern einmal den richtigen Entscheid zu treffen», meint Comparis-Krankenkassenexperte Harry Büsser. Der grösste Kostentreiber sei oft nicht die falsche Franchise, sondern die Gewohnheit: «Viele Versicherte bleiben jahrelang bei ihrer Kasse, obwohl sie für die gleichen gesetzlichen Leistungen deutlich weniger bezahlen könnten.»
Selbst in Luzern, dem Schlusslicht der Analyse, hätte man sich mit 25'935 Franken einen grossen Sparbatzen anhäufen können. In Bern liegt das maximale Sparpotenzial bei 30'090 Franken, in St. Gallen sind es 27’609 Franken und in Bellinzona TI sparte 26’814 Franken, wer von der teuersten zur günstigsten Kasse wechselte.
Sparen mit gleichem Modell und Franchise
Selbst ohne Modell- und Franchisenwechsel wäre in den letzten zehn Jahren ein ordentlicher Betrag zusammengekommen – vielleicht für einen Kleinwagen? So hätten Versicherte in Genf mit einem Wechsel von der KPT zur Assura mit gleichem Modell und einer 300-Franken-Franchise von 15'041 übrigen Franken profitiert. In Basel wären es beim gleichen Wechsel von Visana zur Assura 14’983 Franken gewesen.
Auch in Lausanne und Zürich hätte man mit 14’164 respektive 12’918 Franken heute einen schönen Betrag auf der Seite. «Viele Versicherte wechseln nicht, weil sie Einschränkungen bei der Arztwahl oder ein höheres finanzielles Risiko befürchten», lässt sich Büsser in der Mitteilung zitieren. «Die Analyse zeigt aber: Ein grosser Teil des Sparpotenzials lässt sich bereits mit einem reinen Kassenwechsel nutzen – ohne das Versicherungsmodell oder die Franchise anzutasten.»