Darum gehts
- All-inclusive-Ferien sind beliebt, doch Fehler können das Erlebnis trüben
- Expertin empfiehlt kürzere Ferien für mehr Komfort statt Sparzimmer
- Zimmerpreise beeinflussen Qualität, besonders bei Essen und Aussicht
All-inclusive-Angebote sind nach wie vor sehr beliebt bei Touristen – auch wenn sie nicht jedem zusagen. Trotzdem steigt die Zahl derer, die auf diese Art Ferien machen, kontinuierlich an. Allerdings können selbst erfahrene Reisende Fehler machen, die ihr Ferienerlebnis negativ beeinflussen.
Kari Becker von Marvelous Mouse Travels gibt hilfreiche Tipps. Die erfahrene Reiseplanerin weist darauf hin, dass es für Erstreisende schwierig sein kann, das richtige Resort auszuwählen – insbesondere wenn sie eine beträchtliche Summe für einwöchige Ferien zu zweit investieren. Die Reiseexpertin ist der Ansicht: Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass man genau das bekommt, wofür man bezahlt.
Einer der häufigsten Fehler ist, mit der Suche nach einem Ferienresort zu beginnen, ohne vorher die eigenen Erwartungen zu definieren. Die Expertin rät, sich die Traumferien vorzustellen. Und eine Liste mit Wünschen und Vorlieben zu erstellen, bevor man Angebote durchstöbert. Dabei sollten Budget, Ausstattung, Lage, Flugverfügbarkeit, Zimmerwünsche und die Grösse der Anlage berücksichtigt werden.
Lieber kürzere Ferien statt keinen Komfort
Eine weitere Falle ist, sich ausschliesslich auf tropische Reiseziele zu beschränken. Zwar befinden sich viele bekannte All-inclusive-Resorts in warmen Ländern. Doch auch in Europa, Kanada und Japan gibt es interessante Alternativen. Ski-Trips sind im Winter beliebt, Aktivferien hingegen im Sommer.
Die Wahl des billigsten Zimmers im billigsten Hotel ist ein weiterer Fehler, der oft zu Enttäuschung führt. Kari Becker betont, dass der Preis auch den Standard im All-inclusive-Resort widerspiegele. Den Hotels der unteren Preisklasse mangelt es oft an hochwertigem Essen, komfortablen Zimmern und gutem Service. Die billigsten Zimmer haben unter Umständen eine unattraktive Aussicht oder liegen im Erdgeschoss, was in feuchtem Klima unangenehm sein kann. Sie empfiehlt, den Aufenthalt um ein oder zwei Tage zu verkürzen, um sich mehr Komfort leisten zu können.
Hurrikansaison und Catering-Optionen
Ein wichtiger Aspekt bei der Reiseplanung ist die Berücksichtigung der Hurrikansaison. Die Preise sind während der Regenzeit in der Regel niedriger, das Wetter kann jedoch unberechenbar sein. Die Expertin rät daher allen, die sich vor unvorhersehbaren Bedingungen schützen möchten, die Wettervorhersagen im Auge zu behalten oder eine Reiseversicherung für den Fall unerwarteter Wetterereignisse abzuschliessen.
Kari Becker betont ebenfalls die Wichtigkeit der Verpflegungsmöglichkeiten. Sie ist überzeugt, dass einer der grössten Vorteile von All-inclusive-Angeboten der Zugang zu abwechslungsreichen Buffets und einer grossen Auswahl an Getränken ist. Eine Woche in einem Luxushotel mit minderwertiger Küche kann aber den gesamten Aufenthalt ruinieren. Daher empfiehlt Becker, bei Hotelbewertungen besonders auf Kommentare zum Essen zu achten.
Aussicht und Tipps von Freunden
Eine häufige Enttäuschung ist die Aussicht aus dem Zimmer. Nicht immer entspricht sie den Erwartungen. Wer eine schöne Aussicht sucht, sollte daher vor Reiseantritt ein entsprechendes Zimmer buchen. Denn ein Zimmer mit Aussicht ist in der Regel teurer.
Auch sollte man sich nicht ausschliesslich auf Empfehlungen von Freunden verlassen. Kari Becker merkt an: «Vorlieben sind sehr individuell – was dem einen gefällt, muss dem anderen nicht zusagen.» So entspannt sich beispielsweise jemand lieber am Pool, während ein anderer Reisender Strandaktivitäten oder eine Vielfalt an Küchen bevorzugt.
Die Expertin betont, die Wahl des richtigen All-inclusive-Resorts ist «keine leichte Aufgabe». Es lohne sich daher, die Hilfe eines erfahrenen Reisebüros in Anspruch zu nehmen. Sie ist überzeugt, dass ein Profi die besten Angebote findet und Kundinnen und Kunden in jeder Phase ihrer Reise unterstützt. Zudem besichtigt das Reisebüro die Hotels persönlich, um deren Qualität sicherzustellen. Sie warnt zudem vor Online-Bewertungen. Dies können zwar hilfreich, aber auch irreführend sein.
Dieser Artikel erschien zuerst auf kobieta.onet.pl. Die polnische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.