Teurer Sprit als Treiber
Schweizerinnen und Schweizer sind immer heisser auf Stromer

Die Benzin- und Dieselpreise in der Schweiz explodieren. Vor allem Letzterer jagt von einem Rekord zum nächsten. Das lässt die Nachfrage nach Elektroautos durch die Decke gehen – und übertrifft sogar den Boom vom Frühling.
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Stromer werden in der Schweiz immer beliebter.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dieselpreise in der Schweiz steigen auf Rekordhöhe
  • Suchanfragen nach Elektroautos stiegen zwischen 1.–21. September um 68 Prozent
  • Kaufinteresse im September 2026 um 85 Prozent höher als im Vorjahr
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

An den Zapfsäulen wächst der Frust. Fahrerinnen und Fahrer von Benzin- und Dieselautos müssen derzeit tief in die Tasche greifen: Die Treibstoffpreise jagen von einem Hoch zum nächsten. Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise nach oben – und verteuert damit auch Benzin und Diesel in der Schweiz. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Rund um die Strasse von Hormus dürfte so bald keine Normalität einkehren.

Wer ein Elektroauto fährt, lacht sich derweil ins Fäustchen: Strom ist für die Fortbewegung mit dem Auto deutlich günstiger als Benzin oder Diesel. Und offenbar bringt die Situation an den Zapfsäulen immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ins Grübeln. Eine neue Auswertung der Autohandelsplattform AutoScout24 zeigt: Das Interesse an Elektroautos ist in den vergangenen Wochen kräftig gestiegen.

Anstieg von fast 70 Prozent!

Zwischen dem 1. und 21. September wurden 68 Prozent mehr Suchanfragen nach Elektrofahrzeugen registriert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch gegenüber dem August 2026 zeigt die Kurve deutlich nach oben: Das Suchvolumen nahm um 26 Prozent zu.

Besonders auffällig ist die Entwicklung seit Mitte September. Vom 13. bis 21. September lag die Zahl der täglichen Suchanfragen im Schnitt 29 Prozent höher als während der ersten zwölf Tage des Monats.

Auch das Kaufinteresse steigt kräftig

Das Suchvolumen ist das eine – wirklich spannend wird es aber beim konkreten Kaufinteresse. Und da zeichnet sich ein noch bedeutenderes Bild ab: In den ersten drei Septemberwochen gingen für E-Autos 85 Prozent mehr Kontaktanfragen ein als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gegenüber August beträgt das Plus 36 Prozent.

Und die Schweizerinnen und Schweizer werden offenbar immer heisser auf Stromer. Schon im Frühling hatte der Iran-Krieg das Interesse an E-Autos kräftig angeheizt. Zwischen Mitte März und Mitte April 2026 lagen die Suchanfragen auf Autoscout 48 Prozent über dem Vorjahresniveau, die konkreten Anfragen 69 Prozent. Nun sind es 68 beziehungsweise 85 Prozent. Das Interesse an Elektroautos hat sich seit dem ersten Spritpreis-Schock im Frühling also nochmals deutlich verstärkt.

Für Alberto Sanz de Lama, Automotive-Chef bei der Autoscout-Mutter Swiss Marketplace Group, setzt sich eine Entwicklung fort, die er seither beobachtet: «Bereits in den vergangenen Monaten zeigte sich, dass zunehmende Treibstoffkosten das Interesse an Elektrofahrzeugen deutlich erhöhen», sagt er. Die September-Zahlen würden diesen Trend bestätigen.

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