Darum gehts
- Dieselpreis in der Schweiz wegen Iran-Krieg auf Rekordhoch
- Ein Liter Diesel kostet 2.46 Fr., Benzin Bleifrei 95 2.14 Fr.
- In Europa ist Dänemark am teuersten: Benzin 2.40 Fr., Diesel 2.48 Fr.
Die Herbstferien stehen vor der Tür. Für Autoreisende werden diese im Jahr 2026 besonders teuer. Denn der nach wie vor schwelende Iran-Krieg treibt die Spritpreise hoch.
Ein Liter Diesel kostet in der Schweiz aktuell im Schnitt 2.46 Franken – Allzeithoch! Auch Bleifrei 95 liegt mit 2.14 Franken weit über der Schmerzgrenze.
Steuerliche Entlastung
Doch der Vergleich des TCS zeigt: Die Schweiz ist zwar eines der teuersten Länder in Europa, aber es geht noch schlimmer. Immerhin: In den meisten beliebten Ferienländern ist es noch etwas günstiger als bei uns. Es kann sich also lohnen, erst nach der Überquerung der Grenze vollzutanken – vor allem für Diesel-Fahrer.
Mit ein Grund für die Unterschiede: Mehrere Länder greifen Autofahrern unter die Arme. Spanien gewährt 20 Cent Steuer-Rabatt pro Liter Diesel und fünf Cent auf Benzin. Portugal verbilligt beides gar um 23 Cent.
Billiger auf dem Balkan
Von unseren Nachbarländern ist einzig Deutschland beim Benzin (2.17 Franken) noch etwas teurer als die Schweiz. Beim Benzin ist Österreich am günstigsten (1.81 Franken) und beim Diesel Italien (2.02 Franken).
Besonders tief ist der Preis für Bleifrei 95 in Kosovo, Schweden und Kroatien. Diesel ist in Kosovo, Spanien und Kroatien am günstigsten. Wer in den Balkan reist, darf sich also auf bessere Spritpreise als anderswo in Europa einstellen.
Preise könnten weiter steigen
Wahre Preishöllen sind neben der Schweiz auch Deutschland, die Niederlande und Dänemark. Dänemark ist bei Benzin (2.40 Franken) und Diesel (2.48 Franken) am teuersten von 19 verglichenen Ländern.
Es ist gut möglich, dass das Ende der Fahnenstange bei den Treibstoffpreisen noch nicht erreicht ist. Zwar hat US-Präsident Donald Trump (80) schon mehrfach verkündet, dass die Strasse von Hormus für die Schifffahrt wieder frei sei. Doch noch immer fliesst das Öl nicht wie vor dem Krieg. Ein Angriff auf eine saudische Pipeline und der Erfolg der Huthis im Jemen verschärften die Nervosität an den Ölmärkten zuletzt zusätzlich.